Fahrender Beichtstuhl auf der Urlaubsmesse NRW in Essen

Beichtmobil von „Kirche in Not“ steht in Halle 11

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KÖNIGSTEIN, 16. Januar 2007 (ZENIT.org).- Der fahrende Beichtstuhl von „Kirche in Not“ kommt zur Urlaubsmesse Nordrhein-Westfalen nach Essen. Die Messe widmet sich vom 21. bis zum 25. Februar dem Thema „Reise/Camping“.



In dem weltweit einzigartigen „Beichtmobil“ steht der Geistliche Leiter des Hilfswerks, Pater Hermann-Josef Hubka, den Messebesuchern für Gespräche und seelsorglichen Rat zur Verfügung. Wer möchte, kann dort auch die sakramentale Beichte ablegen. Das Beichtmobil steht ab Mittwoch, 21. Februar, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr am Stand 304 in der Halle 11.

Bei dem Beichtmobil handelt es sich um einen zum Beichtstuhl umgebauten VW-Bus. Das Fahrzeug ist seit drei Jahren in Deutschland unterwegs und hat in den Medien für einiges Aufsehen gesorgt. Alle großen Fernsehsender und viele Zeitungen haben bereits darüber berichtet. Es steht unter der Schirmherrschaft des Bischofs von Augsburg, Walter Mixa.

Papst Johannes Paul II. hat dem „Beichtmobil“ seinen Apostolischen Segen erteilt. Dieser Segen gilt auch für die Gläubigen, die im Beichtmobil Zuspruch und Vergebung suchen. Mit dem Beichtmobil bringe „Kirche in Not“, das internationale pastorale Hilfswerk, „auf den Spuren Ihres Gründers Pater Werenfried van Straaten die frohe Botschaft von der verzeihenden Liebe des Herrn zu den Menschen“, heißt es in dem Schreiben des verstorbenen Papstes.

Mit dem fahrenden Beichtstuhl knüpft das 1947 gegründete Hilfswerk päpstlichen Rechts an die Tradition der „Kapellenwagen“ an. Mit diesen zu fahrenden Kirchen umgebauten LKWs hatte Pater Werenfried nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mitgeholfen, die Seelsorge für heimatvertriebene Katholiken sicherzustellen. Später hat „Kirche in Not“ mit schwimmenden Kirchen auf dem Amazonas in Brasilien und auf Wolga und Don in Russland auch auf dem Wasser dafür gesorgt, dass die Kirche in schwer erreichbaren Gebieten zu den Menschen kommen konnte.

Österlicher Mensch

„Der auferstandene Herr wird für mich besonders erfahrbar, wenn ich vierwöchentlich das Bußsakrament empfange“, erklärte der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner im Gespräch mit ZENIT. „Die Beichte ist ja das Ostergeschenk des Auferstandenen an seine Kirche: Am Abend des Ostertages ist er in der Mitte seiner Jünger, haucht sie an und sagt: ‚Empfangt den Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünde nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen, und denen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten…‘

Nun komme ich zur Beichte als Sünder und kehre als Geheiligter zurück, als ein österlicher Mensch.“