Falsch verstandene Erziehung in katholischen Schulen kann zu ungläubigen Getauften in Führungspositionen führen

Katholische Identität bewahren

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VATIKANSTADT, 19. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Mit Blick auf das Instrumentum laboris Nr. 147-149, der Aufgabe der Evangelisierung und der Erziehung in dem schwierigen aktuellen Kontext des „Erziehungsnotstandes” nachzugehen, stellte Frau Lydia Jiménez González, Generaldirektorin des Säkularinstituts „Cruzadas de Santa María" (Spanien) während der 16. Generalkongregation am Mittwoch, dem 17. Oktober 2012, die Frage, was gute katholische Erzieher ausmachen müsse. Sie setzte dabei folgende Schwerpunkte:

Erhaltung der katholischen Identität der Schulen; Einführung seriöser und integraler Programme der Glaubenserziehung; Kreative Treue dem Gründungs-Charisma gegenüber; Ausübung der Tugenden durch ein ernsthaftes Programm der Erziehung des Willens; Programme zur Erziehung der Affektivität sowie personalisierte Aufmerksamkeit.

Es habe die Sorge bereitende Beobachtung gegeben, dass viele Schüler katholischer Schulen, die „streng zum Lernen erzogen wurden, gesellschaftliche Führungspositionen eingenommen haben und Feinde des Glaubens und der Kirche geworden sind; dass unsere Schulen nicht Zentren sind, die Bildung vermitteln, sondern Zentren ‚ungläubiger Getaufter‘“.

Aus den Schulen und Universitäten dagegen, in denen die katholische Identität gewahrt worden und Religionsunterricht erteilt worden sei, seien zur allgemeinen großen Freude Berufungen für alle Bereiche des christlichen Lebens hervorgegangen.

Die Generaldirektorin bat die versammelten Bischöfe um besondere Aufmerksamkeit gegenüber den katholischen Ausbildungszentren ihrer jeweiligen Diözesen und forderte sie auf, darüber zu wachen, „dass diese nicht verschwinden, sondern ihre eindeutige katholische Identität bewahren, als wirksamen Beitrag zur Ausbildung neuer, glaubwürdiger Träger der Evangelisierung.“ [jb]