Falsches "Geheimnis von Fatima" im Internet

Erzbischof von Miami lehnt Zusammenhang mit den Angriffen auf USA ab

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MIAMI, 19. September 2001 (ZENIT.org).- Erzbischof John C. Favalora von Miami hat das im Internet und in e-mails zirkulierende "dritte Geheimnis von Fatima" verworfen, das sich auf die Terrorattacken vom 11. September auf die USA bezieht. Auch der ZENIT-Redaktion sind bereits entsprechende e-mails zugegangen.



Das "dritte Geheimnis von Fatima" ist eine Wiederveröffentlichung eines Textes, der kurz vor der Wende zum Jahr 2000 bereits im Internet zirkulierte. Die "Versprechen" von Zerstörung und "göttlicher Strafe" sind bereits mit der Veröffentlichung der Offenbarungen von Fatima vom 26. Juni 2000 durch den Heiligen Stuhl verworfen worden.

"Wir sind der letzten Minute des letzten Tages nah und die Katastrophe ist nah", heißt es in dem falschen Dokument, und darauf "der Papst und die Bischöfe erwarten nun eine andere Nachricht, die von Buße und Gebet handelt".

In seiner Stellungnahme klärt Erzbischof Favalora: "Das Geheimnis von Fatima ist bereits bekannt, und die Welt ist auch nicht untergegangen", wobei er sich auf die Veröffentlichung durch die vatikanische Kongregation für die Glaubenslehre bezieht.

"Die Prophezeiungen von Fatima handeln nicht von Verdammnis und Dunkelheit, sondern sind eine Bekräftigung für die Glaubenden, dass Gott mit uns ist, trotz der Schrecken der Geschichte", betonte der Erzbischof.

Er fügte hinzu, dass es keiner falschen Katastrophenprophezeiungen bedürfe, um zu verstehen, dass "Buße und Gebet für die Umkehr der Welt nötiger sind denn je", denn es gebe "weitaus durchtriebenere Feinde, wie den Materialismus, den Säkularismus und den Hedonismus".