Familie nimmt für die Völker der Welt den ersten Platz ein

Ansprache von Erzbischof Paglia, Präsident des Päpstlichen Rats für die Familie

New York, (ZENIT.org) | 1036 klicks

Erzbischof Vincenzo Paglia, der Präsident des Päpstlichen Rats für die Familie, hielt eine Ansprache im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York, im Verlauf eines von der permanenten Mission des Heiligen Stuhls in Zusammenarbeit mit dem Päpstlichen Rat für die Familie organisierten Treffens zur Feier des 20. Jahrestags der Eröffnung des „Internationalen Jahres der Familie“ und des 30. Jahrestags der Anerkennung der „Charta der Familienrechte“. Ebenfalls beim Treffen mit dabei war Msgr. Francis Chullikatt, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen.

Als erstes brachte Msgr. Paglia seine geistige Nähe zum Heiligen Vater Benedikt XVI. zum Ausdruck, womit er sich auf seinen Entschluss bezog, auf das Amt des Nachfolgers Petri zu verzichten. Dann ging er auf das Tagesthema ein und erklärte: „Die Familie stellt das Fundament der menschlichen Gesellschaft dar; der Schutz der Familienrechte sollte in der Politik einer jeden Regierung vorrangig sein.“

In seiner Ansprache betonte der Präsident des Päpstlichen Rats für die Familie auch: „Es hat Versuche gegeben, die Familie abzuschaffen, weil man sie als ein Relikt der Vergangenheit betrachtet, ein Hindernis für die Emanzipation des Individuums und die Schaffung einer freieren Gesellschaft. Ich kann jedoch ohne Zweifel behaupten, dass die Familie für die Völker der Welt im Herzen der Menschen den ersten Platz einnimmt, trotz der zahlreichen Angriffe, denen sie ausgesetzt ist.“

Weiter sagte Msgr. Paglia, in diesem Zusammenhang sei „die Stabilität der familiären Beziehung von grundlegender Bedeutung. Innerhalb der Familie wird die natürliche Solidarität zwischen den Generationen viel leichter verwirklicht als in irgendeiner anderen Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Kinder, die mit ihren Eltern zusammenleben, erfreuen sich einer viel größeren körperlichen und geistigen Gesundheit und gehen das Leben mit viel mehr Hoffnung und Optimismus an.“

Der Erzbischof beendete seine Rede mit einer Überlegung zur Beziehung zwischen Familie und Arbeitswelt. „Die Familie“, so Msgr. Paglia, „stellt eine unglaublich reiche Ressource für den Arbeitsmarkt dar, mehr als umgekehrt der Arbeitsmarkt für die Familien. Mit anderen Worten, der Arbeitsmarkt zieht Nutzen aus der gesellschaftlichen Einheit ‚Familie‘, ohne seinerseits auf die Bedürfnisse der Familien Rücksicht zu nehmen.“