Familiensonntag 2013

Bischof Tebartz-van Elst: Familie als Gemeinschaft erleben

Bonn, (ZENIT.orgDBK PM) | 756 klicks

An diesem Wochenende feierte die katholische Kirche den Familiensonntag 2013. Die deutschen Bischöfe haben den Familiensonntag 1976 ins Leben gerufen, um an diesem Tag die Anliegen und Aufgaben von Ehe und Familie in besonderer Weise in den Fokus der Aufmerksamkeit von Kirche und Gesellschaft zu stellen. In diesem Jahr steht der Familiensonntag unter dem Leitwort: „Ehe und Familie ‑‑ Liebe miteinander leben. Alles kommt ins Lot?“ und will die Familie besonders in ihrer Bedeutung als Ort des Glaubens stärken. „Familien sind kleine und unmittelbare Gemeinschaften von Menschen, die miteinander auf der Suche nach der richtigen Ausrichtung ihres Lebens sind. Wo, wenn nicht im familiären Kreis, stellen sich die großen Fragen des Lebens, muss nicht nur der Alltag gemeistert werden, sondern müssen auch die entscheidenden Lebenswenden bestanden und miteinander bearbeitet werden“, erklärt der Vorsitzende der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst.

Da aber kommt die Redewendung vom Lot ins Spiel: „Alles im Lot?“ fragt man, auch wenn das im Zeitalter der digitalen Messtechnik kaum noch zu finden ist. Das Lot, so Bischof Tebartz-van Elst, sei Sinnbild dafür, die Dinge im menschlichen Leben als stimmend zu bezeichnen und es in der richtigen Ausrichtung zu sehen. „Das ist es jedenfalls, was man sich wünscht, wenn man hofft, dass ‚die Dinge ins Lot kommen‘: Klarheit, Orientierung und die Gewissheit, dass es ein sinnvolles Weshalb und Wohin gibt“, so Tebartz-van Elst.

Der Familienbischof unterstreicht, es sei eine Lebensaufgabe für die Familien, einen Ort zu ermöglichen, an dem der persönliche Glaube gelebt werden könne, bewahrt werden solle und sich bewähren müsse. „So ist die Familie auch eine wichtige Gemeinschaft des Glaubens, sie ist ‚Kirche im Kleinen‘. In einem Umfeld, in dem die christliche Grundprägung ihre Selbstverständlichkeit verloren hat, wird dies eine Aufgabe und Berufung für die Familie, die oft nicht leicht fällt und bei der sie sich immer seltener auf bewährten und vertrauten Bahnen bewegen lässt.“ Anstatt aber die schwierigen Zeiten und den Verlust christlicher Familienkultur zu beklagen, sei zu fragen: Wie können wir das wertschätzen, was alle Familien in der Weitergabe von Glauben und Orientierung leisten? Wie können wir Familien unterstützen und mit ihren Anliegen sehen, so dass sie sich angenommen und verstanden fühlen? Auch hinsichtlich dieser Fragen will der Familiensonntag Anlass und Anstoß zu neuem Engagement sein.