Fatima: Manuskript des dritten Geheimnisses ausgestellt

Zum ersten Mal wird das von Schwester Lucia geschriebene Manuskript der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Rom, (ZENIT.org) | 292 klicks

Das Manuskript, in dem Schwester Lucia die Offenbarung des dritten Geheimnisses von Fatima niederschrieb, wurde vergangenen Samstag im portugiesischen Marienheiligtum erstmals öffentlich ausgestellt.

Der Bischof von Leiria-Fatima, Antonio Marto, verbarg seine Bewegung nicht und erklärte auf der Pressekonferenz, es habe sein „Herz gerührt“, das Originalmanuskript erstmals lesen zu dürfen.

Der dritte Teil der Botschaft, die die Jungfrau Maria 1917 den drei Hirtenkindern Lucia, Francisco und Jacinta im Laufe ihrer sechs Erscheinungen in der „Cova da Iria“ mitteilte, ist allgemein als das „dritte Geheimnis von Fatima“ bekannt geworden.

Das Manuskript ist nun in der Basilika der Heiligen Dreifaltigkeit in Fatima ausgestellt. Die Ausstellung trägt den Namen „Geheimnis und Offenbarung“ und zeigt neben dem Manuskript auch verschiedene andere Gegenstände, die an die Erscheinungen erinnern.

Marco Duarte, Direktor des kirchlichen Museums von Fatima und Verantwortlicher der Ausstellung, erklärte, dass die Ausstellung alle drei Teile der Botschaft von Fatima behandle. Das Manuskript mit dem dritten Geheimnis sei vom Vatikan geschickt worden, dank einer besonderen Genehmigung, die Papst Franziskus am 10. Juni dieses Jahres zugestand, unter der Bedingung, dass das Manuskript Eigentum des Geheimarchivs der Kongregation für die Glaubenslehre bleibe, die es seit dem 4. April 1957 besitzt.

Über die Pressestelle des Heiligtums von Fatima erinnerte Marco Duarte daran, dass das Manuskript nur wenige Male den Vatikan verlassen habe. „Das erste Mal geschah es auf Bitten von Papst Johannes Paul II., nach dem Attentat vom 13. Mai 1981, und dann noch einmal im Heiligen Jahr 2000, als der Präfekt der Kongregation als Gesandter des Papstes nach Coimbra kam, um Schwester Lucia zu treffen, die das Manuskript als das ihre identifizierte.“