Feier der ewigen und zeitlichen Ordensprofess bei den Legionären Christi in Bad Münstereifel

Sechs Brüder legen Profess ab

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BAD MÜNSTEREIFEL, 10. September 2012 (ZENIT.org). - Am 8. September, Fest der Geburt Mariens, legten vier Novizen aus vier Ländern in einem feierlichen Gottesdienst in der Hauskapelle des Noviziats der Legionäre Christi in Bad Münstereifel ihre ersten Ordensgelübde ab. Mit der Profess beendeten sie ihre zweijährige Vorbereitungszeit auf das Ordensleben. Im Anschluss daran erfolgte die Ablegung der ewigen Profess von Br. Benjamin Errington LC. Br. Marcin Prokopek LC erneuerte seine Gelübde für weitere drei Jahre. Die Feier fand im Beisein der Familienangehörigen und zahlreicher Gäste statt.

Die sechs jungen Männer gelobten vor über 300 Gläubigen, in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu leben. Am Gottesdienst nahmen neben den Eltern und Verwandten, die zum Teil aus verschiedenen Ländern angereist waren, auch zahlreiche Gäste aus dem Umkreis teil. Aus Köln kam die Gemeinschaft der Ursulinen-Schwestern. P. Konstantin Ballestrem LC, der Novizenmeister, begrüßte sie zu Beginn des Gottesdienstes ganz besonders. Hauptzelebrant der hl. Messe war Pater Andreas Schöggl LC, Territorialdirektor für West- und Mitteleuropa. Zusammen mit ihm konzelebrierten 18 Priester. In seiner Predigt stellte P. Andreas die Bedeutung der Ordensprofess nicht nur für die Ordensleute selbst, sondern auch für deren Familien und die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi heraus. Intensiv beleuchtete er dabei den Weg der Berufung, dem die jungen Männer gefolgt waren. In Anlehnung an die Worte des Apostels Paulus im Römerbrief stellte P. Andreas die Berufung zum Ordensleben und Priestertum in den weiteren Zusammenhang einer besonderen Beziehung Gottes zu den Menschen: „Bei der Profess dreht sich alles um Christus.“

Ewige Profess und Erneuerung der Gelübde

Br. Benjamin Errington LC legte während des Gottesdienstes seine ewigen Gelübde ab und gab damit ein eindrucksvolles Zeugnis seiner Hingabe an Christus. Er stammt aus London, seine Heimatdiözese ist Liverpool. Br. Benjamin ist ein sehr musikalischer Mensch. Bevor er in die Ordensgemeinschaft eintrat, war er professioneller Bratschenspieler. In Salzburg, während seines Musikstudiums, lernte er die Ordensgemeinschaft kennen und trat dann 2004 in die Kongregation ein. Er wurde 1980 geboren, hat eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder. Nach seiner Profess wird er ein weiteres Jahr in Deutschland an der Seite von P. Karl Maurer in der Jugendarbeit verbringen.

Br. Marcin Prokopek LC erneuerte seine zeitlichen Gelübde für weitere drei Jahre. Er stammt aus Krakau in Polen. Die Kongregation hat er durch das Apostolat „Aktion Kilo“ kennengelernt, bei der Jugendliche in Supermärkten für arme Menschen Lebensmittel sammeln. Br. Marcin, der 1985 geboren ist und noch eine Schwester hat, trat im September 2007 in das Noviziat der Legionäre Christi in Bad Münstereifel ein und legte 2009 seine ersten Gelübde ab. Er wird zunächst für ein weiteres Jahr in Deutschland in der Jugendarbeit tätig sein, um praktische Seelsorgeerfahrungen zu gewinnen.

Vier Neuprofessen

Auch in diesem Jahr war die Gruppe der Neuprofessen international: ein Slowake, ein Pole, ein Deutscher und ein US-Amerikaner:

Br. Dominic Antonio LC stammt aus den USA, aus Horse Cave im Bundesstaat Kentucky. Ins Noviziat der Legionäre Christi trat er im August 2010 in Cheshire und kam später nach Deutschland. Zuvor hatte er bereits die Apostolische Schule in New Hampshire absolviert. Br. Dominic stammt aus einer sehr kinderreichen Familie und hat noch fünf Brüder und vier Schwestern, zwei von ihnen sind ebenfalls Ordensleute bei den Legionären Christi. Br. Yaír Antúnez LC stammt aus Mexico und ist 1992 geboren. Seit 2005 besuchte er die Apostolische Schule der Legionäre Christi in Mexiko und trat 2010 ins Noviziat in Bad Münstereifel ein. Seine nächste Ausbildungsstation nach der Gelübdeablegung wird das Zentrum für klassisch-humanistische Studien in Cheshire, USA, sein.

Br. Julian Storath LC ist der älteste unter den Novizen. Der 1981 in Neustadt a. d. Saale geborene Hesse arbeitete bereits einige Jahre als Ingenieur und unternahm mit seinen zwei älteren Brüdern ausgedehnte Reisen in ferne Welten. Aufgewachsen im fränkischen Willmars an der Saale, begann Br. Julian nach Abitur und Wehrdienst ein Maschinenbaustudium. Während des Studiums nahm er 2003 an geistlichen Exerzitien bei der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi in Bad Münstereifel teil, bei denen sich ihm die Frage nach der eigenen Berufung zum Ordensleben stellte. Diese Frage ließ ihn auch nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium und zwei Jahren im Beruf als Maschinenbauingenieur nicht mehr los. So trat er im September 2010 ins Noviziat in Bad Münstereifel ein.

Br. Adam Vondryska LC stammt aus Bratislava in der Slowakei. Er hat drei Schwestern und zwei Brüder. Durch einen Freund wurde er auf die Jugendarbeit der Legionäre Christi aufmerksam, begann sich für diese Angebote zu interessieren und zu engagieren und trat schließlich 2010 ins Noviziat in Deutschland ein.

Vor ihrer Profess hatten die Ordensleute eine zweijährige Probezeit, das Noviziat, absolviert. In dieser Zeit nutzten die jungen Männer die Möglichkeit, in der Stille und Zurückgezogenheit des Noviziats ihrer Berufung zum Ordensleben und Priestertum gezielt nachzugehen. Geprägt ist diese Phase durch das Gebet, die Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott, der Kenntnis der Kongregation, ihrer Spiritualität und ihrer pastoralen Arbeitsbereiche. Am Ende dieser Zeit legten die jungen Männer, die ihrer Berufung sicherer geworden sind, nun ihre ersten zeitlichen Gelübde ab, zunächst für drei Jahre. Nach dem Noviziat werden sie ihre Ausbildung mit den humanistischen Studien fortsetzen, an die sich ein Philosophie- und Theologiestudium sowie ein Pastoralpraktikum anschließen.