Feier der Ordensprofess bei Legionären Christi in Bad Münstereifel

Erste Profess für zehn Novizen, ewige Profess für einen Bruder

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BAD MÜNSTEREIFEL, 13. September 2011 (ZENIT.org). - Am 10. September 2011 legten zehn Novizen aus sechs Ländern in einem feierlichen Gottesdienst in der Hauskapelle des Noviziats der Legionäre Christi in Bad Münstereifel ihre ersten Ordensgelübde ab. Mit ihrer Profess beendeten sie die zweijährige Vorbereitungszeit auf das Ordensleben. Im Anschluss daran erfolgte die Ablegung der ewigen Profess von Br. Bertalan Egervari LC. Die Feier fand im Beisein der Familienangehörigen und zahlreicher Gäste statt.

Die zehn jungen Männer gelobten vor über 300 angereisten Gläubigen, für drei Jahre in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu leben. Am Gottesdienst nahmen neben den Eltern und Verwandten, die zum Teil aus verschiedenen Ländern angereist waren, auch zahlreiche Gäste aus dem Umkreis teil. Um den zugereisten Nationalitäten gerecht zu werden, wurden Teile der hl. Messe auch in englischer und spanischer Sprache gehalten.

Hauptzelebrant der Hl. Messe war Pater Sylvester Heereman LC, Territorialdirektor für West- und Mitteleuropa. In seiner Predigt beleuchtete er intensiv den Entscheidungsweg hin zum Ordensleben. „Eltern träumen von und für Ihre Kinder“, erinnerte der Ordensobere die anwesenden Gläubigen, „und auch Gott träumt von und für uns“. Er wisse genau, was in jedem von uns steckt. Die Profess könne demnach als Zeichen gewertet werden, was Gottes Traum für jeden Menschen sei, denn Gott habe sich für jeden Menschen etwas gedacht. Die neuen jungen Ordensbrüder, wandte Heereman sich insbesondere an ihre Familien, verzichteten durch ihr Gelübde nicht auf Freiheit, Liebe und Reichtum, sie fänden durch ihre Berufung all dies in Gott. Wie alle Menschen seien sie „keine Sklaven oder Roboter, sondern Kinder eines Gottes, der jeden Menschen in seine Gemeinschaft ruft“, schlug Heereman einen Bogen zum Tagesevangelium, in dem es hieß: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte / Ihr seid meine Freunde“ (Joh 15, 9-17). „Der Mensch findet zu sich selbst in dem Maße, in dem er zu Gott findet“, schloss Heereman seine hoffnungsvolle Botschaft.

In diesem Jahr war die Gruppe der Neuprofessen noch internationaler als im Vorjahr: Drei Deutsche, drei Mexikaner, ein Venezuelaner, ein Ecuadorianer, ein Pole und ein US-Amerikaner.

Br. Benedikt Moneke stammt aus Horb am Neckar (Diözese Mainz). 2009 trat er auf Empfehlung seines Heimatpfarrers in das Noviziat der Legionäre Christi in Bad Münstereifel ein. Nach seiner Profess wird er sich in Cheshire (Connecticut, USA) den humanistischen Studien widmen.

Br. Mathias Josef Reimer stammt aus Schwandorf (Diözese Regensburg). Der vom Sport und Klavierspielen begeisterte junge Mann lernte die Ordensgemeinschaft bereits als Kind kennen, bevor er 2007 in die „Apostolische Schule“ in Frankreich eintrat und 2009 schließlich sein Ordensgewand in Bad Münstereifel empfing. Im Anschluss an seine Profess wird er in Salamanca (Spanien) die humanistischen Studien beginnen.

Br. Diego Mariano Aguilar Martínez stammt aus Toluca, Edo in Mexiko (aus der gleichnamigen Diözese). Bereits 2004 trat er der Kongregation in Mexiko bei. Nach seiner Profess beginnt er nun in Salamanca (Spanien) das Juniorat, das humanistische Studien inklusive Abitur umfasst.

Br. Jorge Alberto Mora González stammt aus Mexicali, Baja California (Mexiko, Diözese de Mexicali). 2009 trat er den Legionären Christi im mexikanischen Monterrey bei. Nach seinen zwei Jahren als Novize beginnt er nun die humanistischen Studien in Cheshire, Connecticut (USA).

Br. César Augusto Pérez Luzardo stammt aus Barquisimeto (Venezuela, gleichnamige Diözese). Der Kongregation trat er nach längerer Mitgliedschaft in der Laienbewegung Regnum Christi 2009 in Caracas bei. Nach zwei Jahren als Novize strebt er nun das von humanistischen Studien geprägte Juniorat im spanischen Salamanca an.

Br. Marcin Franciszek Krzysztof Jabłoński aus Wyszków (Polen, Diözese Tarnowska) wurde schon zu Schulzeiten Mitglied des Regnum Christi. 2009 trat er schließlich in das Noviziat der Legionäre Christi in Bad Münstereifel ein. Die humanistischen Studien in Salamanca (Spanien) werden nun folgen.

Br. Oscar Vidal Ramírez Saldarriaga stammt aus Quito (Ecuador, Erzdiözese Medellín, Kolumbien). Er war vor seinem Eintritt in die Ordensgemeinschaft im Spätsommer 2010 im mexikanischen Monterrey bereits acht Jahre lang gottgeweihtes Mitglied der Laienbewegung Regnum Christi in Mexiko. Auch er wird sich in Salamanca (Spanien) nun humanistischen Studien widmen.

Br. Zachariah Gregor aus Columbus (Ohio, USA) wuchs mit elf Geschwistern auf und trat 2004 in die „Apostolische Schule“ in Center Harbor (New Hampshire, USA) ein. Nach seiner Profess ist sein nächstes Ziel das Zentrum für humanistische Studien im spanischen Salamanca.

Br. Michel Errecart Salazar stammt aus Mexiko-Stadt. Dort war er auch mehrere Jahre lang aktives Mitglied der Laienbewegung des Regnum Christi. Der Ordensgemeinschaft trat er schließlich 2009 in Monterrey (Mexiko) bei. Im Anschluss an die Profess wird er seine Ausbildung durch humanistische Studien in Salamanca (Spanien) fortsetzen.

Br. Markus Stehmer stammt aus Köln. 2009 trat er in das Noviziat der Legionäre Christi in Bad Münstereifel ein, nachdem er den Orden bereits durch seine Jugendarbeit kennengelernt hatte. Nach zwei Jahren als Novize wird er sich nun den humanistischen Studien im spanischen Salamanca widmen.

Seinen Eintritt in das Ordensleben bezeichnete der neue Ordensbruder Markus Stehmer im Rahmen der an die hl. Messe anschließenden Feierlichkeiten voller Überzeugung als „den Beginn einer wunderbaren Freundschaft“. Mathias Reimer, ein weiterer junger Ordensbruder aus Deutschland, sieht die Ordensprofess persönlich „nicht so sehr als das Ziel, sondern als den Beginn“ seines Lebens an, das er „ganz Gott, den Mitmenschen und der Kirche widmen möchte“.

Vor ihrer Profess hatten die jungen Ordensleute eine zweijährige Probezeit, das Noviziat, absolviert. In dieser Zeit nutzten die jungen Männer die Möglichkeit, in der Stille und Zurückgezogenheit des Noviziats ihrer Berufung zum Ordensleben und Priestertum gezielt nachzugehen. Geprägt ist diese Phase durch das Gebet, die Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott, der Kenntnis der Kongregation, ihrer Spiritualität und ihrer pastoralen Arbeitsbereiche. Am Ende dieser Zeit legten die jungen Männer, die ihrer Berufung sicherer geworden sind, nun ihre ersten zeitlichen Gelübde ab, zunächst für drei Jahre. Nach dem Noviziat werden sie ihre Ausbildung mit den humanistischen Studien fortsetzen, an die sich ein Philosophie- und Theologiestudium sowie ein Pastoralpraktikum anschließen.