Feiern zur ersten Marienerscheinung in Lourdes (Frankreich) vor 150 Jahren

Die unbefleckte Jungfrau Maria kann Religionen zusammenführen

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ROM/LOURDES, 12. Februar 2008 (ZENIT.org).- In Rom wurde der 150. Jahrestag der ersten Erscheinung der Gottesmutter Maria im französischen Wallfahrtsort Lourdes gestern, Montag, mit einer eucharistischen Prozession durch die Via della Conciliazione feierlich begangen.

Kardinal Angelo Comastri betete mit den Tausenden von Pilgern auf dem Petersplatz abschließend den „Angelus“.

Am Nachmittag folgte im Petersdom ein großes Rosenkranzgebet, und anschließend zelebrierte dort Kardinal Javier Lozano Barragán, Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst , die Eucharistiefeier zum 16. Welttag der Kranken.

Am Sonntag und Montag kamen währenddessen bei der Erscheinungsgrotte von Massabielle bei Lourdes mehr als 120.000 Gläubige aus verschiedenen Ländern zusammen, darunter zahlreiche Kranke und Behinderte.

In der Pfarrei zur heiligen Bernadette in Rom sind noch bis morgen, Mittwoch, die Reliquien der Heiligen zur Verehrung ausgestellt.

Am Montagabend fand dort die Vorstellung des neu auf Italienisch erschienene Buches „Lourdes. Meine Tage im Dienst Mariens“ („Lourdes. I miei giorni al servizio di Maria„) von Prinzessin Alessandra Borghese statt, berichtete die Nachrichtenagentur der italeinischen Bischofskonferenz SIR.

Der Präsident der Vereinigung für Pilgerreisen nach Lourdes „Unitalsi“, Antonio Diella, wies darauf hin, dass Lourdes ein „Ort der Vervollkommnung des Herzens“ sei. Allessandra Borghese betonte, dass sie an Lourdes „nicht so sehr die körperlichen Heilungen beeindrucken, sondern jene der Seele“.

Bei der Buchvorstellung war unter anderem Magdi Allam zugegen, Muslim und stellvertretender Chefredakteur der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Er unterstrich: „Maria kann die Religionen zusammenführen. Es gibt auch in islamischen Ländern marianische Heiligtümer, die stark besucht und Ziel von Wallfahrten sind. Das sollte uns verstehen lassen, dass es durch die Jungfrau Maria möglich ist, heute gemeinsame spirituelle Zusammenkünfte zu haben.“