Finanzaufsichtsbehörde des Vatikan unterzeichnet Abkommen mit italienischen Behörden

Kooperation und Informationsaustausch zwischen den beiden Ufern des Tiber

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 350 klicks

Am Freitag, dem 26. Juli unterzeichnete die Finanzaufsichtsbehörde (Autorità di Informazione Finanziaria, AIF) des Heiligen Stuhls ein Abkommen mit ihrem italienischen Gegenstück, der „Unione di Informazione Finanziaria“ (UIF), die der Banca d’Italia untersteht. 

Unterzeichnet wurde das Protokoll vom Präsidenten des AIF, Kardinal Attilio Nicora, und dem Direktor des UIF, Dr. Claudio Clemente. 

Die Pressestelle des Vatikan gab bekannt, bei dem Abkommen handle es sich um ein bewährtes „Standardprotokoll“, das die Kooperation und den Informationsaustausch zwischen den zuständigen Behörden der unterschreibenden Länder regle. 

Das Protokoll soll der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung dienen und enthält Klauseln über Gegenseitigkeit und Datenschutz; darüber hinaus legt es den Rahmen fest, innerhalb dessen die Informationen benutzt werden dürfen. 

Der am Freitag unterzeichnete Text basiert auf einer Vorlage des sogenannten „Egmont Group“, der finanziellen Weltaufsichtsbehörde, die 1995 in Brüssel gegründet wurde und der die AIF in diesem Monat beigetreten ist. Der Direktor der AIF René Brülhart erklärte, dieses Abkommen zeuge „von unseren Bemühungen in der gemeinsamen Bekämpfung illegaler Geldgeschäfte.“ 

„Der Heilige Stuhl und der Staat der Vatikanstadt nehmen ihre Verantwortung im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung sehr ernst“, erklärte der Schweizer Finanzexperte weiter. „Italien ist für uns auf diesem Gebiet ein wichtiger Partner.“