Finnische Lutheraner wollen der katholischen Kirche angehören

Vortrag des lutherischen Bischofs Eero Huovinen von Helsinki in Bari (Italien)

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ROM, 27. Mai 2005 (ZENIT.org).- "Wir finnischen Lutheraner wollen der katholischen Kirche Christi angehören", erklärte Helsinkis lutherischer Bischof Eero Huovinen am Mittwoch beim italienischen Eucharistischen Kongress in Bari, den Papst Benedikt XVI. am kommenden Sonntag mit einer feierlichen Heiligen Messe beschließen wird.



Bei seinem Vortrag zum Thema Ökumene erklärte der lutherische Bischof Huovinen zunächst, dass Martin Luther niemals die Absicht gehabt habe, eine neue Kirche zu gründen, sondern dass er sie erneuern wollte. Deshalb sei es der große Wunsch der finnischen Lutheraner, "der katholischen Kirche Christi anzugehören".

Zusammen mit den Katholiken und anderen christlichen Konfessionen feierten die Lutheraner in diesem Jahr das 850-jährige Jubiläum der Kirche in Finnland. Heute gehören rund 84% der 5,2 Millionen Finnen der lutherischen Kirche an.

"Zusammen mit unseren katholischen Schwestern und Brüdern beten wir darum, eins zu werden in Christus", sagte Bischof Huovinen.

In Bezug auf das Motto "Ohne Sonntag können wir nicht leben", unter dem der Eucharistische Kongress steht, meinte der Lutheraner, dass man "ohne Sakrament der heiligen Eucharistie, ohne Christus und ohne Gott" nicht leben könne. "Der Sonntag ist der Tag der Auferstehung Christi", betonte er. Und die Eucharistie "ist das Sakrament der realen Gegenwart Christi".

Ohne Wahrheit könne es keine Einheit geben. Diese sei nur durch "Wahrheit und Liebe" zu erreichen, erklärte er. "Mit ganzem Herzen wünsche ich mir, jenen Tag vorwegnehmen zu können, an dem Lutheraner und Katholiken wieder auf sichtbare Weise miteinander vereint sind."