Flutkatastrophe in Afrika: Millionen von Menschen kämpfen ums Überleben

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AACHEN/FREIBURG, 20. September 2007 (ZENIT.org).- In Afrika ist aufgrund der verheerenden Hochwassersituation die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen bedroht. Heftige Regenfälle haben nicht nur in West-, Ost- und Zentralafrika zu schweren Überschwemmungen geführt, sondern mittlerweile auch im südlichen Afrika. Mindestens 17 Länder des Kontinents wie Togo, Mali, Uganda oder Bukina Faso sind betroffen.



In der vergangenen Woche starben bereits mehr als 200 Personen in den Fluten, rund eine Million befinden sich auf der Flucht vor den Wassermassen. Der Nordosten von Ghana und der Norden Ugandas sind gegenwärtig am stärksten betroffen.

„Besonders hart hat es die armen Regionen in diesen Ländern getroffen. Die Häuser aus Lehm haben den lang anhaltenden Regenfällen nicht mehr Stand halten können. Die neue Ernte verfault im Schlamm und Wasser, und die letzten Erntevorräte aus dem letzten Jahr sind aus den Speichern fortgespült worden“, berichtet Sr. Margaret Acing aus Gulu im Norden Ugandas. „Die Menschen sind gerade aus den Flüchtlingscamps im bürgerkriegsgebeutelten Norden Ugandas in ihre Dörfer zurückgekehrt, um wieder ein normales Leben aufzubauen. Jetzt hat der Regen alles vernichtet, und die Menschen flüchten vor den Wassermassen zurück in die Camps.“

Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, das seit mehr als 50 Jahren in Afrika, Asien und Lateinamerika Hilfe zur Selbsthilfe leistet, hat einen Nothilfefonds in Höhe von 50.000 Euro eingerichtet, der je nach Bedarf in die betroffenen Länder fließt. „Die eigentliche Katastrophe wird aber erst in den kommenden Monaten sichtbar sein, wenn die Menschen nicht ernten können und auf externe Hilfe angewiesen sein werden“, betont Michael Hippler, Afrika-Abteilungsleiter bei MISEREOR.

Caritas international hat bisher 54.000 Euro für die Flutopfer in Togo und 90.000 Euro für die Nothilfe in Mali bereitgestellt. In den kommenden Tagen werden weitere Hilfsaktionen in Burkina Faso, Uganda und Niger anlaufen. Die Hilfsmaßnahmen umfassen Lebensmittel, Medikamente, Trinkwasser und Kleidung. Weitere Mittel sollen für den Wiederaufbau der Hütten und Schulmaterial für Kinder verwendet werden.

Beide Hilfsorganisationen bitten um Spenden für die Not leidende afrikanische Bevölkerung:

Misereor
Konto 10 10 10, Pax Bank BLZ 370 601 93, Stichwort: „Überschwemmungen Afrika“, oder online

Caritas international
Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, Stichwort „Flutkatastrophe Afrika“, oder online