Fokolar-Bewegung in Deutschland feiert ihr 50jähriges Bestehen mit Festakt in Berlin

Erzbischof Dr. Reinhard Marx feiert in München Totenmesse für Chiara Lubich am 14. April

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BERLIN/MÜNCHEN, 8. April 2008 (ZENIT.org).- Der Heimgang der Gründerin der Fokolar-Bewegung, Chiara Lubich, die am 14. März im Alter von 87 Jahren in Rocca di Papa bei Rom starb, fällt in Deutschland mit verschiedenen Jubiläumsfeierlichkeiten ihres Lebenswerkes zusammen.

In diesem Jahr begeht die Fokolar-Bewegung in Deutschland ihr 50jähriges Bestehen. In Berlin wird das Jubiläum am 17. April um 18.00 Uhr mit einem Festakt in der Französischen Friedrichstadtkirche unter dem Motto „Über Brücken" begangen. Die Gastredner Gesine Schwan, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), und Landesbischof i. R. Christian Krause, ehemaliger Präsident des Lutherischen Weltbundes, sprechen zum Thema „Dialogisch leben".

Chiara Lubich hatte für Deutschland eine besondere Vorliebe. Hier hatten sich die ersten ökumenischen Kontakte der Bewegung entwickelt, hier sah sie in der politischen Trennung des Landes einen Grund, Werte wie Versöhnung, Verständigung und universale Geschwisterlichkeit zu thematisieren. Kaum ein Land bereiste sie so oft wie Deutschland. In München schlossen im Dezember 2001 Vertreter von Geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen aus dem katholischen und evangelischen Raum auf die Initiative Lubichs hin ein „Bündnis der Liebe", dass zur Tragfläche der folgenden Ökumenischen Europatreffen wurde.

Aus diesem Grund wird auch der Erzbischof der Erzdiözese München und Freising, Dr. Reinhard Marx, zum Vierwochen-Gedächtnis des Heimgangs von Chiara Lubich am Montag, den 14. April 2008, um 19.30 Uhr in der St. Michaels-Hof-Kirche, einer Nebenkirche der Metropolitanpfarrei „Zu Unserer Lieben Frau", in der Münchener Innenstadt die Exequien für sie feiern.

Lubich hatte die Vision der Welt als „Neue Stadt", einer Stadt auf dem Berg, die sie als lebbares Modell einer möglichen Utopie verstand. Diesen Namen trägt auch die deutsche Monatszeitschrift der Folkolar-Bewegung, die jetzt 50 Jahre alt wird.

Aus der 1956 entstandenen italienischen Mutterzeitschrift „Città Nuova" ging die „Neue Stadt" neben vielen anderssprachigen Versionen hervor. Am 15. Januar 1958 erschien sie zum ersten Mal als maschinengeschriebenen Matrizenblättchen. Heute ist die 38 Seiten starke Zeitschrift der Fokolar-Bewegung ein verbreitetes Meinungsorgan, das nicht nur ihre Mitglieder aufgund ihres kritisch-respektvollen Blicks für das Wesentliche schätzen, sondern alle, die sich für die „Einheit der Menschheitsfamilie" engagieren.

Von Angela Reddemann