Fokolar-Bewegung vereint Liebe und Gehorsam zum Wort

Kardinal Quellet würdigt glückliches ökumenisches Zusammenspiel

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ROM, 7. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Obwohl die ökumenischen Treffen und Dialoge Früchte der Brüderlichkeit, der Versöhnung und der gegenseitigen Unterstützung gebracht hätten, erklärte Kardinal Marc Quellet, sei die gegenwärtige Situation der Kirchen von einem gewissen Unbehagen gekennzeichnet.

Dies rufe „zu einer tieferen Bekehrung zur ‚geistlichen Ökumene’ auf, erklärte der Generalrelator der Weltbischofssynode in seiner zweistündigen Rede zum Auftakt der Versammlung, die vom 6. bis 26. Oktober in Rom stattfindet.

Unter den zahlreichen ökumenischen positiven Zeugnissen unserer Zeit wolle er aber „als Beispiel die von Chiara Lubich gegründete Fokolar-Bewegung erwähnen, deren Spiritualität der Einheit die ‚gegenseitige Liebe’ und den Gehorsam gegenüber dem ‚Wort des Lebens’ betont.“

„Die Pädagogik dieser Bewegung gibt zu Recht dem dynamischen Element der Liebe den Vorrang vor dem noetischen Element des Wortes Gottes“, so Kardinal Quellet.

„Diese Priorität verlangt von allen ökumenischen Partnern eine immer tiefere Bekehrung zum liebevollen Plan des dreifaltigen Gottes, den der Heilige Geist zur Erfüllung bringen will mit ‚Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können’ (Röm 8, 26)“.

Es sei von Bedeutung, so der Generalrelator der Weltbischofsynode „dass diese katholische und ökumenische Bewegung - sollte man nicht eher nur ‚katholisch’ sagen, das heisst ökumenisch kirchenrechtlich den Namen ‚Werk Mariens’ trägt“.

Man könne bei der Fokolar-Bewegung, wie im Übrigen auch in anderen Bewegungen, ein glückliches und harmonisches Zusammenfließen der biblischen, der ökumenischen und der marianischen Bewegung erkennen, so der kanadische Oberhirte. Dies sei „dank einer beharrlichen Beschäftigung mit dem Wort Gottes, das in die Tat umgesetzt und miteinander geteilt wird“, möglich.

„Diese Zeugnis erinnert daran, dass die Einheit der Christen und deren missionarische Wirksamkeit nicht in erster Linie ‚unser Werk’ sind, sondern das Werk des Heiligen Geistes und Mariens“.