Forderung der Kirchen um Verbesserung der Flüchtlingspolitik

Katholische und evangelische Kirche an Deutschland und die EU

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 341 klicks

In Berlin haben die katholischen und evangelischen Kirchen starke Verbesserungen in der Flüchtlingspolitik in Deutschland und der Europäischen Union gefordert. Insbesondere sprachen sie sich gegen das „Zuschieben“ von Flüchtlingen aus.

Der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EVK), Nikolaus Schneider, sprach von einem „unwürdigen Spiel, das ein Ende haben muss“. Dieses Spiel könne nicht mit dem Menschenanspruch der europäischen Union in Einklang gebracht werden. Schneider fügte hinzu, dass auch die deutschen Bundesländer darin verwickelt seien.

Gemeinsam mit dem Berliner Erzbischof und Caritas-Bischof Rainer Maria Woelki besuchte er hauptsächlich aus Bayern in Berlin angereiste Flüchtlinge. Nach einem Hungerstreik am Brandenburger Tor waren sie in einer evangelischen Kirchengemeinde untergekommen. Schneider sagte, es könne nicht sein, dass die beiden Bundesländer Bayern und Berlin keine Lösung finden würden.

Kardinal Woelki sagte, dass die Caritas dem Land eine Unterkunft mit 80 Plätzen angeboten habe. Er forderte eine Verbesserung der Lage der Flüchtlinge. So müsse es einen schnelleren Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten und den Arbeitsmarkt für die Asylbewerber geben. Er sprach sich für ein Ende der Residenzpflicht aus, dass den Flüchtlingen ein Verlassen des Bundeslandes, in einigen Ländern sogar das Verlassen des Landkreises, verbietet.