Forderung nach dem Diakonat der Frau am Gedenktag der hl. Katharina von Siena

Beitrag der Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und des Zentralkommitees der Deutschen Katholiken (ZDK) zum Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz

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ROM, 2. Mai 2012 (ZENIT.org). - „Mit dem ‚Tag der Diakonin', den der Katholische Deutsche Frauenbund seit 1998 am 29. April, dem Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena, jährlich feiert, setzen wir uns für die Zulassung von Frauen zum diakonischen Dienst in der Kirche ein. Durch Gebete und Gespräche soll das Anliegen bedacht und weitergetragen werden.“ So der KDFB in einer Erklärung.

Die KDFB-Zweigvereine und KDFB-Diözesanverbände laden an diesem Tag zu Wortgottesdiensten, Meditationen oder Veranstaltungen ein und befassten sich so mit dem Diakonat der Frau, gibt der KDFB bekannt.

KDFB und ZDK stellen ihre Forderung unter das Leitwort „Partnerschaftlich Kirche sein“ bzw. „Für ein partnerschaftliches Zusammenwirken von Frauen und Männern in der Kirche“. Das ZDK möchte den Tag des „Diakonats der Frau“ offentlichkeitswirksam begehen, wie es in seiner Erklärung vom 11. November 2011 heißt.

„Wir wollen mit interessierten Frauen und Männern darüber ins Gespräch kommen, welche Folgen ein Diakonat der Frau für unsere Kirche, für das vielfältige Ehrenamt, für die Verbandsarbeit und für Frauen selbst in Kirche und Gesellschaft haben könnte. Gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) möchten wir so einen Beitrag zum bestehenden Gesprächsprozess mit der Deutschen Bischofskonferenz leisten“, erläutert der KDFB. 

Das Forum Deutscher Katholiken (FDK) hat zu diesen Aktivitäten in einer Presseerklärung vom 30. April 2012 folgendermaßen Stellung genommen:

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken:

Das Forum Deutscher Katholiken empfiehlt allen Gläubigen, den 29. April, den Gedenktag der heiligen Katharina von Siena (ZENIT berichtete), als Tag der Verbundenheit mit dem Papst zu begehen.

Die heilige Katharina ist als Dominikaner-Tertiarin ein einmaliges Vorbild für die Laien, für Frauen und Männer. Kaum jemand in der Kirchengeschichte ist eifriger für den Gehorsam gegenüber der Kirche und vor allem dem Papst eingetreten als sie. Kaum jemand wie sie wusste den Unterschied zwischen dem Wesen der Kirche und dem oft allzu menschlichen Verhalten vieler ihrer Diener zu unterscheiden wie sie. Sie verlangte unbedingten Gehorsam, wenn es sich um den rechten Glauben und den Gehorsam gegenüber dem Papst handelte.

Ihre Rechtgläubigkeit gründete sich ganz auf ihrem Leben in Gebet und Buße. Daher nahm sie die Kraft und die Autorität, als Laiin so gewaltig in Kirche und Welt hineinzuwirken. Mutig kritisierte sie die kirchlichen Behörden und erhob brennende Anklage gegen ungetreue Diener der Kirche.

So wurde sie als dominikanische Laiin heilig, Patronin Italiens und Europas und Lehrerin der Kirche. Ihr Beispiel für die Laien auch heute ist unübertroffen.

Das Forum Deutscher Katholiken weist entschieden den Versuch von Gruppen und Gremien in der Kirche zurück, die heilige Katharina von Siena zu Aktionen gegen definitive Entscheidungen der Päpste zu missbrauchen und ihr Lebenswerk zu entstellen.

Wir bitten alle Gläubigen dem Beispiel des von ihr leidenschaftlich begründeten Gehorsams dem Stellvertreter Christi auf Erden gegenüber zu folgen und den 29. April als Tag der Verbundenheit mit dem Papst zu feiern.