Forderungen an den Dialogprozess aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Weihe von Frauen zu Diakoninnen, anerkannte Stellung von homosexuellen Katholiken

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ROM, 17. Januar 2012 (ZENIT.org). - Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Organisationen und Verbände der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat in einer Pressemeldung zu dem Tag der Verbände am 13. und 14. Januar 2012 in Stuttgart Stellung bezogen. Sie wies darauf hin, dass Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, sich besorgt über den Verlust der Gestaltungskraft der katholischen Kirche in der Gesellschaft zeige. Sie bemängele, dass sich die Deutsche Bischofskonferenz bis zum heutigen Tag nicht auf eine gemeinsame Linie im Dialogprozess einigen konnte. So mache jede Diözese etwas anderes, was die Erfolgsaussichten insgesamt schmälere. Dabei müssten dringend Antworten auf so wichtige Punkte wie die Ökumene, das Verhältnis zwischen Laien und Klerikern sowie der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gefunden werden.

Schwule und lesbische Katholiken müssten endlich einen anerkannten Platz in den Kirchengemeinden bekommen, habe der Vorsitzende der ako, Harald Hellstern, nach einem Gespräch mit den Vertretern während des katholischen Gottesdienstes mit Schwulen und Lesben in Stuttgart gefordert.

Zudem müssten endlich gleichberechtigte Beteiligungsmöglichkeiten für Frauen und Männer in der Kirche garantiert werden. Dazu gehöre auch die Weihe von Frauen zu Diakoninnen. Die katholischen Verbände der Diözese unterstützten damit den Wunsch des ZdK nach dem Diakonat der Frau. [jb]