Fortschritte der Verhandlungen zwischen Vatikan und Israel

Regelt rechtliche und steuerliche Fragen zur Klärung des Rechtsstatus der katholischen Kirche in Israel

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ROM/JERUSALEM, 15. Februar 2010 (ZENIT.org).- Die jüngsten Verhandlungen zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl über das gemeinsame Wirtschaftsabkommen und steuerrechtliche Fragen haben sich durch „Fruchtbarkeit“ und „große Herzlichkeit“ ausgezeichnet.

In einem vorgestern veröffentlichten Bericht des Heiligen Stuhls hieß es, dass am 10. Februar die Mitglieder des Bilateralen Ständigen Arbeitsausschusses („Bilateral Permanent Working Commission“) des Heiligen Stuhls und des Staates Israel zusammenkommen waren. Ziel des Ausschusses ist die Regelung rechtlicher und steuerlicher Übereinkommen zur Klärung des Rechtsstatus der katholischen Kirche in Israel.

Der Heilige Stuhl und Israel unterhalten diplomatische Beziehungen seit 1993. Papst Johannes Paul II. entschied sich damals zunächst für eine grundlegende Einigung, die am 10. März 1994 unterzeichnet wurde; Details wurden für später aufgehoben. 1999 einigte man sich dann auch über Fragen der Rechtspersönlichkeit der Kirche. Die Entscheidung wurde damals getroffen, ohne auf den Abschluss der bilateralen Verhandlungen zu warten, bei denen es vor allem um die steuerliche Behandlung der Kirche in Israel geht.

Bezüglich der rechtlichen Stellung der Kirche in Israel sind noch mehrere Fragen offen. Die Verhandlungen werden von der bilateralen Kommission aus israelischen und vatikanischen Teilnehmern am 18. März bei einem Treffen im Israelischen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten weitergeführt. Zurzeit wird ein „ökonomisches Abkommen“ über die Finanzverwaltung und das Eigentum der Kirche verhandelt.

Die unterzeichneten Abkommen müssen freilich noch durch das israelische Parlament in die Gesetzeslage aufgenommen werden.

Ein Treffen der Vollversammlung der Kommission ist für den 27. Mai im Vatikan vorgesehen.

(AR)