Forum Deutscher Katholiken: „Aufforderung zum Ungehorsam“

Gegen Unterschriftenaktion der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands

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KAUFERING, 7. Oktober 2011 (ZENIT.org).- Wenige Tage nach dem Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. hat die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands im Rahmen ihrer diesjährigen Aktionswoche „kfd – dafür stehen wir"  am 28. September eine bundesweite Unterschriftenaktion gestartet. Der Verband will sich damit dafür einsetzen, dass „Geschieden-Wiederverheiratete" zum Sakrament der Kommunion zugelassen werden. „Wir treten für eine Kirche ein, in der Frauen und Männer unabhängig von ihrer Lebenssituation vorbehaltlos akzeptiert werden. Das gilt auch für Menschen, die in ihrer Ehe gescheitert sind und einen Neuanfang wagen", begründete die Bundesvorsitzende der kfd, Maria Theresia Opladen, das Ziel der Unterschriftenaktion. Die kfdist im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken vertreten.

Dazu hat das „Forum Deutscher Katholiken“ folgende Erklärung abgegeben:

„Katholische Frauengemeinschaft kfd in offenem Ungehorsam

Die katholische Frauengemeinschaft kfd startet wenige Tage nach dem Papstbesuch eine bundesweite Unterschriftenaktion für die Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion. Es soll also plebiszitär festgestellt werden, was in der Kirche zu gelten hat.

Die Initiative der kfd stellt eine Aufforderung zum offenen Ungehorsam dar. Sie blendet die Wahrheit Christi aus. Denn die Kirche verkündet in dieser Frage keine eigene Lehre, sondern eine geoffenbarte Wahrheit, über die sie nicht verfügen kann.

Es ist Sache der Hirten, einer Verwirrung über die Gültigkeit des Ehesakramentes entgegen zu treten und zu prüfen, ob die kfd weiterhin die Bezeichnung ‚katholisch‘ führen kann.“

Prof. Dr. Hubert Gindert                                                                                                               2.Oktober 2011

Vorsitzender des „Forums Deutscher Katholiken“