Fotoausstellung über Pius XII. im Vatikan eröffnet

Ernsthafte historische Forschung zeigt immer deutlicher das wahre Bild des Papstes

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ROM, 3. November 2008 (ZENIT.org).- Auf Wunsch Benedikts XVI. hat das Päpstliche Komitee für Geschichtswissenschaften anlässlich des 50. Todestages von Papst Pius XII. im Vatikan eine Fotoausstellung organisiert, die heute vorgestellt wurde. Gezeigt wird „Papst Pius XII.: Der Mensch und der Pontifikat (1876-1958)“. Ab morgen, dem 4. November, ist die Ausstellung für das Publikum geöffnet. Ausstellungsort ist der „Braccio di Carlo Magno“ der Kolonnaden des Petersplatzes.



Die Fotoausstellung zeigt in chronologischer Form die entscheidenden Schritte des Lebens Eugenio Pacellis, angefangen mit seiner Geburt, seiner schulischen und universitären Ausbildung, seiner Priesterweihe und Tätigkeit im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls bis hin zu den entscheidenden Momenten seines Pontifikats. Auch bisher nicht veröffentliche Fotografien und Gegenstände können bisichtigt werden. Die Ausstellung umfasst das ganze Leben und die ganze kirchliche Laufbahn Eugenio Pacellis.

Von Rom wird die Ausstellung zunächst nach Berlin und dann nach München wandern. Im Berliner Schloss Charlottenburg wird sie am 22. Januar 2009 eröffnet werden.

Während der heutigen Vorstellung im Vatikan erklärte der Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften, Prälat Professor Dr. Walter Brandmüller, dass die Gestalt des Pacelli-Papstes von „obskuren Vorwürfen“ umgeben sei, die beabsichtigten, das Gesamtbild des Pontifikats Pius XII. zu verschleiern. Es handle sich dabei zudem um Vorwürfe, die sich jenseits einer ernsthaften historischen Forschung bewegten, die ihrerseits immer klarer sichtbar mache, dass bestimmte Argumente unbegründet seien.

Die Ausstellung erleichtere es, einen anderen Zugang zur Persönlichkeit Pacellis zu erlangen, als es dies das hieratische Bild ermögliche, das gewöhnlich von ihm entworfen werde.