Frankreich: Hirten und Religionsvertreter sprechen sich gegen die Förderung gleichgeschlechtlicher Paare aus

Die Ehe, Grundlage und Bezugspunkt der Menschheit

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LYON, 14. Februar 2007 (ZENIT.org).- Ranghohe Vertreter verschiedener Religionen haben in Frankreich eine gemeinsame Erklärung gegen die Förderung gleichgeschlechtlicher Verbindungen unterzeichnet. Sie unterstreichen in dem Dokument, dass die Institution der Ehe als fundamentaler Bezugspunkt der Menschheit zu bewerten sei.



Die Erklärung vom 6. Februar wurde von christlichen, muslimischen und jüdischen Verantwortlichen aus Lyon unterzeichnet. Die katholische Kirche ist durch Kardinal Philippe Barbarin, den Erzbischof von Lyon, vertreten.

Die Religionsvertreter weisen darauf hin, dass die Kernfrage darin bestehe, ob das Gesetz eine „Ehe“ zwischen zwei Personen des gleichen Geschlechts autorisieren könne. Es handle sich hier nämlich nicht bloß um eine Frage des „gesellschaftlichen Diskurses“, sondern um eine „weit größere Entscheidung“, die in der Geschichte der Menschheit „beispiellos“ sei. Es sei kein „Geschenk“, das den zukünftigen Generationen vermacht werden sollte.

Im Dokument wird hervorgehoben, dass es bereits „genügend Leid“ gebe, das durch die „Zerbrechlichkeit der familiären Bande“ verursacht werde, ganz zu schweigen von den „Krankheiten“ und der „Trauer“, von denen „unsere Lieben“ betroffen seien. Die Zerbrechlichkeit der innerfamiliären Beziehungen sei häufig in der „Schwierigkeit“ der Erwachsenen zu suchen, den jungen Menschen zu helfen, ihren Lebensweg zu gehen.

Die Hirten werfen die Frage auf, wie die Jugendlichen eine „gründliche Formung“ erlangen, „vertrauensvoll“ in die Zukunft blicken, den Pflichten des Berufslebens gerecht werden und ihre eigene Familie „in Ausgewogenheit“ gründen sollten, wenn die Institution der Ehe „relativiert“ werde. Ferner bezeichnen sie es als eine „Lüge“, wenn behauptet werde, dass es keinen Unterschied mache, ob ein Kind mit oder ohne einen Vater und einer Mutter aufwachse.

Aus all diesen Gründen sei es von „fundamentaler Bedeutung“, nicht den „grundlegenden Bezugspunkt der Menschheit“ aus den Augen zu verlieren. Die maßgebliche Institution der Ehe dürfe nicht den „Schwankungen philosophischer Strömungen“ unterworfen sein. Sie liege „jenseits religiöser Divergenzen oder ideologischer Trennungen“.

Die Vertreter der großen Religionen schließen ihre Erklärung mit Worten, die sich auf die Ehe beziehen: „Derart ist das grundlegende Fundament, auf dem unser persönliches Leben, unsere Familien und unsere Gesellschaft bauen. Vergessen wir daher nicht, dass es zerbrechlich ist!“