Franziskaner sind weltweit auf dem Weg zum Generalkapitel

Missionare inmitten der Welt als Minderbrüder, die dem Herrn zugewandt sind

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ROM, 4. Februar 2009 (ZENIT.org).- Der Generalminister der Franziskaner-Minderbrüder hat alle Gemeinschaften im 800. Jahr der Gründung des Ordens darum gebeten, „eine Reflexion über das Thema der Mission, der Evangelisierung und des Dialogs mit der Welt zu beginnen“.

In seinem Schreiben an alle Minderbrüder lädt Fr. José Rodríguez Carballo OFM dazu ein, dies nicht nur als Vorbereitung auf das kommende Generalkapitel zu tun, „sondern auch, weil von den Antworten, die wir auf all das geben werden, vieles unserer Zukunft und auch unserer Gegenwart abhängt“.

„Die Mission, von der wir sprechen, stellt ganz konkrete Anforderungen“, so Fr. Carballo OFM. Es gehe darum, Jünger zu sein, „denn nur wer Ihm begegnet ist, kann ihn den anderen verkünden“.

Franziskaner müssten „dazu bereit sein, aus unserer stets begrenzten Welt herauszutreten. Die Menschheit, die auf unsere missionarische Präsenz wartet und ihre Bedürfnisse sind größer als unsere Welt“, betonte der Ordensmann.

Es gelte, mit der Welt in einen Dialog zu treten, „vor allem in den Missionsgebieten, wo der Säkularismus und der Relativismus herrschen“. Diese Aufgabe erfordere „eine gute intellektuelle Vorbereitung und eine angemessene Kenntnis unseres kulturellen Erbes“, betonte der Generalminister.

„Hinausgehen, aufbrechen: Dazu ist es erforderlich, sich „entäußern“ zu können, eine Haltung des Minderseins anzunehmen, in der Bereitschaft zu einer echten Begegnung mit dem anderen, was es erforderlich macht zu geben, aber auch annehmen zu können“, so Fr. Carballo.

„Unserer missionarische Gesinnung darf sich nur eine einzige Begrenzung gestatten: die Grenzen der Welt, denn es darf keine Barrieren geben, die sie behindern.“

Außerdem ordnete der Generalminister an, „das vom Beginn der Fastenzeit 2009 an im ganzen Orden täglich für ein gutes Gelingen des Generalkapitels sowie für die Wahl des Generalministers und des Definitoriums gebetet werden möge“.