Frauen aus 52 Ländern folgen Einladung zum Kongress des Ordo der Geweihten Jungfrauen

Schlüsselworte sind die fungfräuliche, feminine, bräutliche Liebe zu Christus und seiner Kirche

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ROM, 28. April 2008 (ZENIT.org).- 500 Mitglieder des Ordo der Geweihten Jungfrauen, OVC, die aus 52 Ländern stammen, folgen Mitte Mai der Einladung von Kardinal Franc Rodé, dem Präfekten der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften apostolischen Lebens, vom 14. bis 17. Mai am Kongress des „Ordo Virginum“ teilzunehmen.

Das verlautete jetzt aus dem Pressebüro des Kongresses, das nun das endgültige Programm der Veranstaltung vorlegte, deren Höhepunkt eine Audienz der Teilnehmer bei Papst Benedikt XVI. darstellen wird.

Das Motto: „Geweihte Jungfräulichkeit: ein Gabe in der Kirche und für die Kirche“ (vgl. Zenit vom 20. März 2008) ist Leitmotiv der insgesamt neun Sitzungen, die dazu anregen sollen, das Selbstverständnis dieser Lebensform in der Kirche heute zu festigen.

Gemäß inoffiziellen Schätzungen soll es weltweit 3000 Frauen geben, die von ihrem jeweiligen Diözesanbischof die Weihe als Gottgeweihte Jungfrauen empfangen haben. Papst Johannes Paul II. hatte in seinem Schreiben über das geweihte Leben betont: „Grund zu Freude und Hoffnung ist es zu sehen, dass die bereits seit der apostolischen Zeit in den christlichen Gemeinden bezeugte alte Weihe der Jungfrauen heute wiederaufblüht. Durch ihre Weihe durch den Diözesanbischof erwerben sie eine besondere Bindung an die Kirche, deren Dienst sie sich widmen, auch wenn sie weiter in der Welt bleiben. Allein oder in Gemeinschaft stellen sie ein besonderes eschatologisches Bild von der himmlischen Braut und dem zukünftigen Leben dar, wenn die Kirche endlich die Liebe zu ihrem Bräutigam Christus in Fülle leben wird" (VC Nr. 7).

Wer dem Ordo der Geweihten Jungfrauen angehört, lebt seine Berufung mitten in der Gesellschaft. Man findet Frauen mit dem Kürzel OVC weltweit als qualifizierte Lehrbeauftragte an renommierten Universitäten wie die Hochschullehrerinnen Univ-Prof. Dr. Marianne Schlosser OVC, die das Institut für Theologie der Spiritualität an der Universität Wien leitet; Prof. Dr. Virginia Azcuy OVC am Lehrstuhl für Dogmatik und Spiritualität an der Pontificia Universidad Católica (Buenos Aires) und an der Universidad del Salvador (San Miguel) oder Frau DDr. Ysabel De Andia OVC die am Forschungsbereich für Patristik des CNRS in Paris wirkt und Erfahrung als Beraterin Internationaler Bischofssynoden und Kongresse hat.

Geweihte Jungfrauen wirken als Journalistinnen, wie Anita Sanchez Bourdin OVC als Leiterin der französischen Ausgabe von ZENIT oder Mitarbeiterinnen der Pastoral; man trifft sie in führenden Positionen der Kirche, wie bei María-Luisa Öfele, die als Ordinariatsrätin das Referat Orden und Geistliche Gemeinschaften der Diözese Regensburg leitet.

Die Spanierin Gloria Irene Álvaro Sanz OVC hat als Autorin ihres auf Spanisch verfassten Buches „Lieben und dienen. Der Orden der Jungfrauen gemäß Kanon 604" (Amar y servir. El Orden de las vírgenes según el cánon 604") zudem eine Bestandsaufnahme über die aktuelle Situation dieser Lebensform gemacht.

Heute wurde das aktualisierte Programm des Kongresses der Öffentlichkeit präsentiert. In einem Eröffnungsreferat wird der Franzose Pfr. Marcel Metzger am 15. Mai die „Historischen Aspekte der Jungfrauenweihe und ihre Erneuerung im 20. Jahrhundert" untersuchen.

Danach präsentiert der spanische Bischof Demetrio Gonzalez , Oberhirte von Tarazona „Die Trinitarische, Christologische, Marianische und Kirchliche Dimension Christlicher Jungfräulichkeit"; zum Thema: „Ecclesia Virgo," wird Ysabel de Andia OCV sprechen.

Am Freitag, dem 16. Mai, wird der Erzischof von St. Louis, USA, Raymond L. Burke den Tag mit dem Thema "lex orandi, lex credendi“: Der Weiheritus und die Berufung zur Geweihten Jungfräulichkeit in der Welt „ beleuchten. Mit den Schlüsselworten „Jungfräuliche, feminine, bräutliche Liebe zu Christus" skizziert Judith M. Stegman OCV aus den USA ihren Beitrag. „Die jungfräuliche Berufung und die Berufung der Taufe" untersucht danach der Erzbischof von Avignon, Jean-Pierre Cattenoz.

Den Tag beschließt das Thema „Die geweihte Jungfrau -in der Kirche und in der Welt" vorgetragen von der Italienerin Elena Bolchi OCV.

Am letzten Kongresstag, Samstag, dem 17. Mai, geht es zum Einstieg um „Die bräutliche Liebe in der Mystischen Lehre vom hl. Johannes vom Kreuz", den Gloria Irene Alvaro Sanz OCV vorstellt.

Zum Abschluss referiert Kardinal Franc Rodé über: "Die eschatologische Dimension unserer Berufung: 'Der Geist und die Braut aber sagen: Komm!' (Offb. 22,17).

Mit der Koordination der Planungen des Kongresses, der zum ersten Male unmittelbar von der zuständigen Päpstlichen Kongregation einberufen wurde, betraute der Vatikan Erzbischof Raymond L. Burke, der mit fünf Vertreterinnen des OVC zusammenarbeitet, die ins Vorbereitungsteam berufen wurden. Dazu gehören Yolande Salmon (Frankreich), Gloria Irene Álvaro (Spanien), Maria Luisa Oefele (Deutschland), Elena Bolchi (Italien) und Judith Stegman (USA), die auch das Pressebüro des Kongresses leitet. Info: jstegman@voyager.net

Von Angela Reddemann