Freiheit für den orthodoxen Erzbischof Jovan!

Appell der Konferenz Europäischer Kirchen an die Vereinten Nationen und die Europäische Union

Rom, (ZENIT.org) | 374 klicks

„Die Inhaftierung von Erzbischof Jovan von Seiten der Behörden der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM; Former Yugoslav Republic of Macedonia) beruht auf der Tatsache, dass er von seinem Menschenrecht auf freie Religionsausübung Gebrauch gemacht hat“, so die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) in einem am Tag nach ihrer jüngsten Versammlung (Budapest, vom 3.-8. Juli 2013) veröffentlichten und von der Nachrichtenagentur SIR verbreiteten Schreiben.

Der orthodoxe Erzbischof Jovan von Ohrid, Mazedonien, wurde im Dezember 2011 ohne Prozess und Urteil verhaftet und in das Gefängnis von Skopje gebracht. Ihm wird die Stiftung interreligiösen Hasses vorgeworfen. Der Erzbischof hatte die Rückkehr der zuvor mit der mazedonisch-orthodoxen Kirche verbundene Erzdiözese Ohrid unter die Herrschaft des serbischen Patriarchates erwirkt. Die Erzdiözese war 1967 in einer einseitig ausgerufenen Autokephalie, d.h., einer Spaltung der serbisch-orthodoxen Kirche, entstanden.

Wie die Agentur SIR berichtet, handelt es sich um die dritte Inhaftierung des orthodoxen Bischofs. Die KEK bat die zuständigen Behörden der UNO und der EU um „gründliche Ermittlungen in diesem Fall“, wobei vor allem „die Konformität der Haftbedingungen mit den Vorschriften des Europarates“ überprüft werden solle.

Ferner bittet die KEK die Regierung der FYROM und deren Premierminister Nikola Gruevski um die „Gewährleistung eines gerechten Prozesses und die sofortige Freilassung des Erzbischofes“ bis zum Beginn der Verhandlungen, die Quellen der serbisch-orthodoxen Kirche zufolge weiterhin verschoben werden. Die europäischen Kirchen werden dazu aufgerufen, sich mit dem Erzbischof „im Gebet und durch Anteilnahme zu vereinen“ und den verantwortlichen Behörden „Protestbriefe zuzusenden“.