Freiwillige Helferin beim Papst

Elsa Vazquez Maggio berichtet

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VATIKANSTADT, Donnerstag, 30. Juni 2011 (ZENIT.org). – Bei der Vorstellung des WJT während einer Pressekonferenz am Heiligen Stuhl kam auch die mexikanische freiwillige Helferin Elsa Vazquez Maggio mit folgendem Zeugnis zu Wort:

„Ich bin sehr froh, hier unter euch zu sein, es ist wirklich eine Ehre, hier vor euch mein Zeugnis abzugeben und zu erzählen, warum ich am WJT von Madrid mitarbeite.

Ich nahm an den Weltjugendtagen von Toronto und Sydney als gewöhnliche Pilgerin teil. Meine Erfahrung war so wunderbar, dass ich beschloss, an der Organisation des nächsten WJT mitzuarbeiten. Der nächste war Madrid 2011. Hier bin ich also.

Ich bin Mexikanerin mit australischer Staatsbürgerschaft und normalerweise wohne ich in Sydney. Ich arbeite in der größten Bank meines Landes als project manager, wo ich ein Urlaubsjahr genommen habe und wo sie mich am 29. August erwarten. Seit fast einem Jahr arbeite ich als Freiwillige für den WJT. Ich bin eine von vielen!

Wie viele sind wir Freiwilligen? Ich weiß es nicht... viele! Außerdem gibt es jeden Tag neue Aufnahmen und so ist es unmöglich, auf dem letzten Stand zu sein. Ich möchte euch anhand einiger persönlicher Geschichten einen Einblick geben, wer für den nächsten WJT arbeitet:

Viktorija ist 23 Jahre alt. Sie studiert gerade Pädagogik in der Universität von Zagreb. Sie war nach Köln und Sydney gereist, um an den letzten beiden WJT teilzunehmen. Sie war nie zuvor in Madrid, auch nicht in Spanien, aber sie arbeitet hart für den nächsten Welt-Jugend-Tag.

Diese junge Kroatin ist eine der community managers, die im größten social network der Welt, Facebook, arbeiten, um den WJT von Madrid in 22 Sprachen bekannt zu machen. Mehr als 80 Jugendliche fördern und ermutigen ihre Altersgenossen, in Madrid teilzunehmen. Diese Freiwilligen sorgen dafür, dass 285.000 Personen in jedem Moment darüber informiert werden, was in Madrid getan wird. Gleichzeitig geben uns unsere ‚Fans‘ dauerndes Feedback: Das, was sie im Rucksack des Pilgers finden möchten, welche Art von Hut sie während des WJT benutzen möchten oder welchen Betrag sie beisteuern können, um an Madrid 2011 teilzunehmen.

Jeder Freiwillige des social network arbeitet von seinem Land aus. Man könnte sagen, dass der WJT niemals schläft, immer ist jemand wach, der für den WJT arbeitet.

Wie Viktorija, unsere kroatische Freiwillige, bieten Hunderte von Jugendlichen ihre selbstlose Hilfe an, um ein begeisterndes Projekt vorwärts zu bringen.

Viele haben eine bezahlte Arbeit ihrer Karriere hintangestellt, um ihre Kompetenz dem WJT in verschiedenen Sektoren zur Verfügung zu stellen: Kultur, Marketing, Kommunikation, Betriebsleitung, Beratung ...

Es gibt andere, die wenige Zeit opfern, die sie haben, und am Ende ihres Arbeitstages ihren Dienst für den WJT beginnen und so ihr Weizenkorn beisteuern, das sie ihrem Hobby, der Familie oder den Freunden entzogen haben.

Olivier kommt aus Frankreich. Seit mehr als einem Jahr arbeitet er in Madrid bei der Vorbereitung des Kulturprogramms des WJT. 2010 hatte Olivier geplant, diesen Sommer zu heiraten ... und seine Pläne haben sich nicht verändert. Der WJT änderte nichts an seiner Zukunft, aber er änderte seine Gegenwart. Olivier sah in dem WJT die Gelegenheit, der Kirche zu geben, was sie von ihm verlangte, und so blieb er mit seiner Verlobten in Madrid. In zwei Wochen werden Alexandra und Olivier im heimatlichen Frankreich heiraten, daraufhin werden sie nach Madrid zurückkehren, um weiter für das Kulturprogramm des WJT zu arbeiten.

Unter den Perlen, die wir an jenen Tagen in Madrid genießen werden, sind:

Das Museum des Prado, eine der wichtigsten Pinakotheken der Welt, wird den Pilgern die Möglichkeit bieten, kostenlos den religiösen Sinn der Gemälde von Rubens, El Greco, Velazquez, Zurbara und der Gast-Werke von Caravaggio zu vertiefen, durch einen Zyklus über das Antlitz Christi.

Calderon de la Barca zeigte  mit seiner Darstellung des Fronleichnamspiels „Das heilige Jahr“ auf sehr tiefgreifende Weise den Kampf, den die Sünde und die Gnade im Menschen fechten. Das theatralische Werk illustriert auf wunderbare Weise, wie der Mensch nur als Mitglied der Kirche auf der Höhe seiner Wünsche leben kann, denn in ihr wird ihm das wahre Leben mitgeteilt.

Von Europa gehen wir nach Südamerika mit der „Passion für den Menschen, des heiligen Toribio de Mogrovejo“, einer Ausstellung über einen Mann, der als Diener aller zeigt, dass man den Menschen grenzenlos lieben kann, mit dem Wunsch, ihm die Wahrheit mitzuteilen.

Auf gleiche Weise kommen aus Paraguay „las Reducciones“, „Die Jesuitensiedlungen“, eine Ausstellung über die indianischen Völker, die sich zum Christentum bekehrt haben, die ein Leben begannen, frei von jeder Form von geistiger und zeitlicher Sklaverei, das heute noch lebendig ist.

Beim WJT spielt das Kino eine besondere Rolle. Am Mittwoch, den 17. August, wird in der Calle Fuencarral das „JMJ Punto Cine“ aufgebaut, ein Ort, der die Pilger und allgemein das Publikum dazu einlädt, in verschiedenen Filmen Geschichten von Christen zu sehen, die treu und fest in ihrem Glauben an Christus verwurzelt sind.

Es werden Filme gezeigt werden, verbunden mit Treffen und Diskussionen mit Regisseuren, Schauspielern und Professionellen aus der Welt des Kinos, um dann mit einem spektakulären Konzert mit Filmmusik seinen Abschluss zu finden, begleitet von Texten von Benedikt XVI. und der Vorschau eines Films in Anwesenheit der Schauspieler.

Wir sind alle Protagonisten. Ich muss die jungen Gefangenen eines Gefängnisses am Rande von Madrid erwähnen, die, nachdem sie am vergangenen Weihnachtsfest das Kreuz und die Ikone der Muttergottes des WJT in ihren Hof trugen, uns sagten, dass, obwohl sie nicht in Freiheit befänden, sie mit ihrem Gebet an dem WJT teilnehmen wollten und dass wir auf sie zählen könnten. Ihr Traum ist wahr geworden, denn die Gefängnisbehörde genehmigte ihnen die Teilnahme.

Dank ihrer aller werden im Monat August mehr als eine Million Jugendliche nach Madrid kommen. Um dies zu ermöglichen, haben Tausende von ihnen gearbeitet, arbeiten und werden noch während dem WJT als Freiwillige arbeiten, damit diese Tage wirklich unvergesslich werden.

Ganz herzlichen Dank all ihnen!

[Übersetzung aus dem Italienischen von Josef Stolz]