Freiwilligen-Tagung im Vatikan am Martinstag

160 Vertreter aus 25 Ländern im Geist der Nächstenliebe

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VATIKANSTADT, 10. November 2011 (ZENIT.org). – Eine repräsentative Gruppe von 160 Vertretern freiwilliger Helfer aus 25 Ländern veranstaltet  heute und morgen ein Treffen im Vatikan, organisiert vom Päpstlichen Rat „Cor unum“.

Der Kongress unter dem Thema „Der Papst und die katholischen Freiwilligen" findet im Auditorium des Palastes Sankt Pius X. statt.

Die Idee dazu sei durch die Tatsache zustande gekommen, dass die Europäische Union das Jahr 2011 zum Jahr des Ehrenamtes erklärt habe. Papst Benedikt XVI. habe sich in einem Gespräch im Vorfeld sehr offen für ein solches Ereignis gezeigt, das geeignet sei, die Bereitschaft junger Menschen zu stärken, Bedürftigen zu helfen, kommentierte Kardinal Sarah das Treffen. Der afrikanische Kardinal erwähnte außerdem das Beispiel vieler Freiwilliger, die den Opfern der Überschwemmumg in Genua zu Hilfe gekommen waren.

Laut Msgr. Giovanni Pietro Dal Toso, dem Sekretät des Päpstlichen Rates "Cor unum", richte Papst Benedikt XVI. sein besonderes Augenmerk seit dem Beginn seines Pontifikats auf die  "Welt der Caritas", wie er sich in der Enzyklika "Deus caritas est" ausdrücke.

Kardinal Sarah betonte, dass christlich gelebte Nächstenliebe vom Glauben inspiriert sei. Die Freiwilligen opferten die eigene Kraft, ihre Zeit und Energie für die anderen und sähen dies vor allem als Mission nach dem Vorbild Christi.

Verschiedene Themenbereiche werden zur Diskussion stehen, unter anderem auch die Herausforderungen, denen Freiwillige und Ehrenamtliche sich heute gegenübergestellt sehen.

Von Seiten der Europäischen Kommission wird Kristalina Goergieva zu Wort kommen. Am Ende der Konferenz wird Papst Benedikt die Delegierten in Audienz empfangen.

Das Datum des Ereignisses am Gedenktag des hl. Martin von Tours ist kein Zufall. Der Heilige (er teilte der Überlieferung nach seinen Mantel mit einem frierenden Bettler), mit dessen Gedenktag am 11. November auf der ganzen Welt zahlreiche christliche Bräuche vernüpft sind, ist nach den Worten von Papst Benedikt ein „lebendiger Zeuge der Nächstenliebe“.