„Freunde Jesu auf Erden“: Benedikt XVI. feiert Exequien für verstorbene Kardinäle und Bischöfe

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ROM, 5. November 2007 (ZENIT.org).- Zeitlebens waren sie Freunde Jesu, jetzt sind sie eingetreten in die ewige Liebe Gottes im Himmel: Am heutigen Vormittag feierte Papst Benedikt XVI. die traditionelle Totenmesse für jene Kardinäle und Bischöfe, die im Lauf des vergangenen Jahres gestorben sind.



Zu Beginn seiner Predigt gedachte der Papst der verstorbenen Kardinäle Salvatore Pappalardo, Frédéric Etsou-Nzabi Bamungwabi, Antonio María Javierre, Angelo Felici, Jean-Marie Lustiger, Edouard Gagnon, Adam Kozlowiecki und Rosalio José Castillo Lara. Er dankte für das Geschenk, das Gott der Kirche mit diesen Männern gemacht hatte, sowie für all das Gute, das sie mit seiner Hilfe zu vollbringen imstande waren. Gleichzeitig vertraute der Heilige Vater alle Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe Gott an. Alle seien sie sehr unterschiedliche Männer gewesen, alle jedoch hätten etwas Großes gemeinsam gehabt: „die Freundschaft mit dem Herrn Jesus“.

„Während ihres zeitlichen Lebens hat Jesus sie den Namen Gottes kennen lernen lassen und sie zur Teilnahme an der Liebe der Allerheiligsten Dreifaltigkeit zugelassen“, erklärte Benedikt XVI. Diese „Erfahrung der göttlichen Gemeinschaft“ strebe von ihrem Wesen her danach, „die ganze Existenz zu erfüllen, um sie zu verklären und auf die Herrlichkeit des ewigen Lebens vorzubereiten“.

Der Durst nach Gott enthält nach Worten des Papstes eine Wahrheit, die nicht trügt; eine Hoffnung, die nicht enttäuscht. „Es ist dies ein Durst, der auch in der finstersten Nacht den Weg zur Quelle des Lebens erhellt, wie es mit wunderbaren Worten der heilige Johannes vom Kreuz besungen hat.“

Im Licht Christi und seines Ostergeheimnisses werde klar: „Nicht einmal der Tod kann die Hoffnung des Gläubigen vernichten, da Christus für uns in das Heiligtum des Himmels eingetreten ist. Und dorthin will er uns führen, nachdem er uns einen Platz vorbereitet hat.“