Friedensmarsch von 9.000 jugendlichen Juden, Christen und Muslimen

Friedenszug aus 87 Ländern am Samstag zum Kolosseum

| 177 klicks

ROM, 22. Mai 2002 (ZENIT.org).- 9.000 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren, Christen, Juden, Muslime und von anderen Religionen, veranstalten am kommenden Sonntag einen Friedenszug zum Kolosseum in Rom, um zu bekunden, dass "trotz allem Frieden möglich ist".



Der Marsch wurde von den "Jungen und Mädchen für die Einheit", einem Nebenzweig der Fokolaren, ins Leben gerufen [www.focolare.org].

Delegationen von jüdischen Jugendlichen aus Rom, Brasilien und Israel, muslimische Delegationen aus Nahost, USA und Pakistan, Buddhisten aus Japan, Thailand, Hindus, Sikhs und Zoroastra-Anhänger aus Indien und Abordnungen afrikanischer Kulte werden in friedlichem Marsch das Kolosseum erstürmen.

Die Kundgebung, an der auch junge Leute anderer kirchlicher Verbände teilnehmen, wird bereits als "das Assisi der Jugendlichen" bezeichnet in Erinnerung an das Gebetstreffen der Religionsoberhäupter mit dem Papst in Assisi am 24. Januar dieses Jahres.

Leitfaden dieser Begegnung am Kolosseum so die bereits in Assisi oft genannte "goldene Regel" sein: Behandle die anderen, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst.

Auch der römische Oberrabbiner Di Segni, Rev. Miyamoto der buddhistischen Myochikai-Bewegung, der Hinduist Vinu Aram der Leiter der Gandhi-Bewegung Shanty Ashram, der spanische Imam Allal Bachar und Francis Kardinal Arinze, der Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog wurden zu diesem Marsch geladen, welcher auf dem Petersplatz seinen Abschluss finden wird.

Voraus gehen wird dem Friedensmarsch eine Begegnung im Sportpalast von Marino in der Nähe von Rom am Samstagabend. Zünftige Musik wird aufspielen, Scetche, Lieder und Zeugenberichte sollen vorgetragen werden, denn die Jugendlichen wollen von ihren Erfahrungen berichten.

Am 27. und 28. Mai wird das Treffen seinen Abschluss in Loppiano bei Florenz finden, und zwar in Form eines internationalen Forums Jugendlicher verschiedener Religionen. Eine "programmatische Message" soll für die Altersgenossen auf der Welt ins Leben gerufen werden.