Friedenspreis 2012 von Pax Christi International für den Erzbischof von Abuja, Nigeria, Dr. John Onaiyekan

Unermüdlicher Streiter für Gerechtigkeit, Frieden und Dialog

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ROM, 4. November 2012 (ZENIT.org). - Die weltweite Friedensbewegung Pax Christi International verlieh Erzbischof Dr. John Onaiyekan ihren jährlichen Friedenspreis für seine Bemühungen um gegenseitige Verständigung durch Dialog zwischen den Menschen verschiedener Religionen in Afrika.

Erzbischof John Onaiyekan hat sich in Nigeria und anderen afrikanischen Ländern unermüdlich für Frieden, Gerechtigkeit, Dialog zwischen den Religionen und Aktion eingesetzt. Er ist seit 1994 der katholische Erzbischof von Abuja, und er ist Co-Präsident des Afrikanischen Rates der Religionsführer/ -Oberhäupter Religionen für den Frieden (ACRL – RfP). Er ist einer der ehemaligen Präsidenten der Katholischen Bischofskonferenz in Nigeria und ein früherer Co-Präsident des Nigeria Inter-Religious Councel (NIREC – Inter-religiöser Rat von Nigeria). Am 24. Oktober 2012 nominierte Papst Benedikt XVI den Erzbischof von Abuja als einen der sechs neuen Kardinäle.

John Onaiyekan war ein glühender Verfechter des Dialogs zwischen Christen und anderen Religionen und lautstarker Anwalt für Frieden und Zusammenarbeit, besonders in Nigeria. Bei der Bischofssynode über die Neuevangelisierung zur Übermittlung des Glaubens betonte der Erzbischof, „dass sich die Christen in Nigeria nicht als unter massiver Verfolgung durch Muslime sehen. Unsere Bevölkerung beträgt rund 160 Millionen und setzt sich in gleicher Stärke und Einfluss aus Christen und Muslimen zusammen. Es ist uns ganz gut gelungen, in Frieden in der gleichen Nation zusammenzuleben. Wir glauben, wir haben einige Lektionen gelernt, die für den Rest der Welt auch nützlich sein können“.

Bei der Synode unterstrich der Erzbischof, dass Muslime und Christen „die Verantwortung für Frieden und Harmonie untereinander und in unserer Welt von heute zu teilen haben.“ Er stellte auch fest, dass es in beiden religiösen Traditionen „weite Bereiche gemeinsamer Vorstellungen gebe, an die uns das 2. Vatikanische Konzil erinnert. Die neue Evangelisierung wird Zusammenarbeit in der Vorstellung gemeinsamer Werte nach sich ziehen - in einer Welt, die dieses so notwendig braucht.“

Die Co-Präsidenten von Pax Christi International, Frau Marie Dennis aus den USA und Mrsg. Kevin Dowling aus Südafrika, stellten fest, „dass die Vorstellung ‚Versöhnung’ im Herzen der Friedensarbeit von Pax Christi International liegt“. Versöhnung wird in vielen Teilen unserer heutigen Welt ganz dringend benötigt. Im Herzen aller wichtigen Religionen ruht die Botschaft von Frieden, richtiger Beziehungsfähigkeit und ein gerechter Umgang mit unserem jeweiligen Nachbarn. „Es liegt ganz gewiss im Interesse aller Nigerianer, gemeinsam Schritte zu unternehmen, um alle extremistische Gewalt los zu werden, die uns zu teilen droht“, sagte Bischof Dowling.

Pax Christi International ist dankbar für die starke Führung durch Erzbischof Onaiyekan in Sachen Frieden, nicht nur in seinem eigenen Land, sondern auch in ganz Afrika und in der Tat in vielen Ländern weltweit. Seine Verpflichtung auf die „Gute Nachricht“ von Frieden und Gewaltlosigkeit sind dem Erzbischof persönlich sehr kostbar. Pax Christi International dankt Msgr. Onaiyekan für sein entschlossenes Ziel, dass Gewalt nicht das letzte Wort hat.