Früchte der Evangelisierung

Steven Croft, Bischof von Sheffield (Großbritannien), bei der Bischofssynode

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VATIKANSTADT, 18. Oktober 2012 (ZENIT.org). – Über die Früchte der Evangelisierung in Großbritannien sprach Steven Croft, Bischof von Sheffield, während der 14. Generalkongregation der Bischofssynode am Dienstag, dem 16. Oktober.

[Wir dokumentieren die zusammengefasste Ansprache in einer Arbeitsübersetzung des Heiligen Stuhls:]

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Erzbischof Rowan Williams sprach letzte Woche über die Meditation als Wurzel der Evangelisierung. Ich möchte über die Früchte der Evangelisierung im Leben der Kirche sprechen, da die Kirche den Charakter Christi durch reife Jünger, neue kirchliche Gemeinschaften und neue seelsorgerische Aufgaben widerspiegelt.

Erstens, wenn sich die Kirche durch die Besinnung auf Christus und auf das Wort Gottes erneuert, werden wir nach Seinem Vorbild geformt und zu Trägern des Wesens Christi, und damit auf ganz sichtbare Art zur Kirche der Seligpreisungen.

Zweitens, die neue Evanglisierung erfordert eine klare Sicht dessen, was es heißt, Jünger zu sein. In der Katechese ist es extrem wichtig, ein klares Ziel vor Augen zu haben: die Formung von reifen Jüngern, die fähig sind, im Einklang mit der Anbetung, der Gemeinschaft und der Mission zu leben.

Drittens, möchte ich die Synode ermuntern, eingehender über die Bildung neuer kirchlicher Gemeinschaften nachzudenken, die den Glauben an diejenigen weitergeben können, die zu keiner Kirche mehr gehören.

In den letzten zehn Jahren hat die Kirche Englands aktiv eine neue missionarische Bewegung gefördert, durch die neue Formen von Kirche eingeleitet werden sollen, und Teil der Seelsorge in den Pfarreien oder in den Gruppen der Pfarreien oder Diözesen sein sollen.

Wer wird am Ende zu den Evangelisierern gehören? Ich möchte schließlich auch eine Reflexion über die Diakonie und die Aufgaben der Diakone empfehlen.

Die Aufgabe, neue Formen von Kirche zu schaffen, ist theologisch in der Diakonie und den Aufgaben der Diakone verwurzelt: zuhören, liebevoller Dienst am Menschen, Aussendung durch die Kirche. In der Kirche Englands werden die ständigen Diakone als Verkünder des Reichs Christi beschrieben und als Vermittler der Liebe Gottes.