Für das Evangelium in den Tod: 21 Missionare kamen 2007 auf gewaltsame Weise ums Leben

| 1400 klicks

ROM, 8. Januar 2008 (Zenit.org).- 21 Missionare haben im Jahr 2007 einen gewaltsamen Tod erlitten.



Die Namen der Opfer von gewalttätigen Übergriffen wurden gestern, Montag, von der Nachrichtenagentur „Fides“ der Kongregation für die Evangelisierung der Völker veröffentlicht (vgl. missionari ucisi). Die meisten von ihnen sind Priester und Diakone, aber auch ein Seminarist, ein Ordensbruder und eine Ordensfrau befinden sich darunter.

„In den vergangenen Jahren sind in unserer Liste nicht nur die Namen von Missionaren ‚ad gentes‘ im eigentlichen Sinn angeführt worden, sondern die Namen aller Pastoralmitarbeiter, die einen gewaltsamen Tod erleben und ihr Leben hingegeben haben“, heißt es in einem entsprechenden Kommentar. „Sie waren sich darüber im Klaren, welcher Gefahr sie sich mit der Entscheidung aussetzten, lieber auf ihrem Posten zu verbleiben als ihr Engagement für das christliche Zeugnis und die christliche Nächstenliebe aufzugeben.“

Im Jahr 2006 waren 24 solcher unerschrockenen Missionare ermordet worden, im Jahr davor waren es 25 gewesen.

15 der 21 Personen des Jahres 2007 sind Priester. Zu ihnen gehört unter anderem P. Ragheed Ganni, der im Juni des vergangenen Jahres zusammen mit drei Diakonen im Irak getötet wurde. In Asien mussten während des vergangenen Jahres insgesamt acht in der Seelsorge tätige Menschen einen gewaltsamen Tod erleiden.

Die Franziskanerin Anne Thole, die sich in einem Krankenhaus in Südafrika um Aids-Patienten gekümmert hat, kam in den lodernden Flammen eines Feuers um, das sich im Gebäude ausgebreitet hatte. Ehe sie starb, konnte die 35-Jährige fünf Patienten vor dem sicheren Tod bewahren.