„Für eine grüne Revolution in Afrika“

Fortschritt durch Biotechnologie

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ROM, 5. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Ein ethisch korrekter Einsatz von Biotechnologie könnte armen Ländern in Afrika großartige Dienste leisten, meinte Erzbischof Giampaolo Crepaldibei am 24. September bei einem Kongress in Rom zum Thema: „Für eine grüne Revolution in Afrika“. Crepaldi ist ehemaliger Sekretär des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden und wird ab Sonntag Oberhirte der Diözese Triest sein. Er nannte Afrika einen „schuldhaft in Vergessenheit geratenen Kontinent“, und unterstrich die pastorale Herausforderung für die Kirche dort.

Organisiert wurde der Kongress von der Päpstlichen Universität Regina Apostolorum und der Europäischen Universität von Rom. Sponsor war Italiens Nationaler Rat für Forschung. Der Kongress war eine Vorbereitung auf die Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika, die am Sonntag, den 4. Oktober, beginnt, und bis 25. Oktober dauern wird (Zenit berichtete).

35 von den 50 ärmsten Ländern der Welt sind in Afrika, so der Erzbischof. Es gebe keine einfachen Lösungen für die „komplexen und profunden Probleme“ des Kontinents. Keinesfalls dürfe man aber „die zahlreichen Vorteile, die von der Verwendung innovativer Technologien bei landwirtschaftlicher Produktion herrühren, ignorieren“. Einige der in der Landwirtschaft angewandten Technologien seien „fähig, afrikanische Bauern zu stimulieren und am Leben zu erhalten.“ Studien hätten mittlerweile nachgewiesen, dass „dank der Verwendung von Saat, dass durch Techniken, die in das Erbgut eingreifen, entsprechend verbessert wurde, einer weiter Fortschritt erzielt wurde“.

Der ernannte Bischof von Triest unterstrich: „Biotechnologie darf weder verklärt noch dämonisiert werden. Technologie, und – konsequenterweise – Biotechnologie, ist eine gute Sache, die aber auch schlecht verwendet werden.“ In diesem Bereich, wie in jedem anderen, müsse Fortschritt „von Moral geleitet sein.“ Erzbischof Crepaldibei hob hervor, dass „Biotechnologie großartige Entwicklungen in vielen Bereichen verursacht hat, etwa in der Medizin und der Pharmakologie“. Bei korrekter Verwendung „wird sie auch in der Lage sein, viele soziale Probleme der heutigen Welt zu lösen.“

Auch Erzbischof Jude Thaddeus Okolo, apostolischer Nuntius in Tschad und der Zentralafrikanischen Republik sandte eine Botschaft, in der er die Zentralafrikanische Republik als Land „in Hülle und Fülle“ bezeichnete, mit andauerndem Regenfall und Sonnenschein, und mir „fruchtbarer Erde.“ Die Menschen bräuchten Hilfe, damit die von den Pfarren unterstützten Projekten die landwirtschaftlichen Nöte der Gemeinschaft tilgen können.

„Wir wären sehr dankbar, wenn wir nach Ihrem Seminar Resultate und praktische Ratschläge bekommen, die uns helfen könnten“, betonte der Nuntius. „Wir danken Euch im Voraus. Ihr müsst wissen, dass die Menschen hier entschlossen sind, aber es gibt viele Schwierigkeiten. Die letzten Jahre […] haben viele Motivationen zunichte gemacht.“

P. Gonzalo Miranda LC, Professor für Bioethik, erklärte: „Afrika ist der reichste Kontinent an natürlichen Ressourcen in der Welt, aber er ist auch derjenige, in dem die meisten Menschen an Hunger und Krankheit sterben.“ Deshalb seien die grüne Revolution und die Verwendung von Biotechnologien „Ausdruck des Besten, das heute im Bereich der Landwirtschaft getan werden kann.“