Gästen und Gastgebern den "Reichtum des Mensch gewordenen Christus" zeigen

Papstbotschaft zum 26. Welttourismustag am 27. September

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ROM, 20. September 2005 (ZENIT.org).- Der Welttag des Tourismus, der sich am kommenden 27. September zum 26. Mal wiederholt, will die Christen daran erinnern, dass sie ihren Gästen und Gastgebern den "Reichtum des Mensch gewordenen Gottes" zeigen sollen. Das ist der Wunsch von Papst Benedikt XVI., wie er in einem von Kardinal-Staatssekretär Angelo Sodano unterzeichneten Schreiben zum Ausdruck kommt.



"Neue und ungeahnte Reisemöglichkeiten mit immer moderneren und schnelleren Verkehrsmitteln können den Tourismus zur günstigen Gelegenheit machen, die Güter der Erde und der Kultur zu teilen." Zugleich müsse aber immer auch "den sittlichen Anforderungen Rechnung getragen werden", betont der Heilige Vater in seiner Botschaft zum bevorstehenden 26. Welttourismustag.

Achtung vor der Würde jedes Menschen

Alle, die in diesem Bereich Verantwortung tragen – Politiker und Gesetzgeber, Regierungsmitglieder und Finanzexperten – ruft der Papst dazu auf, sich zu bemühen, "durch die Gewährleistung der Sicherheit und der Erleichterung der Kommunikation die friedliche Begegnung zwischen den Völkern zu fördern." Alle, die im Tourismusbereich tätig sind, erinnert er daran, "dass bei jeder Tätigkeit – und somit auch im Tourismus – im Rahmen der Bemühungen um das Gemeinwohl das Hauptziel immer die Achtung vor der menschlichen Person bleiben muss. Wer als Tourist auf Reisen geht, soll von dem Wunsch beseelt sein, anderen Menschen zu begegnen und sie in ihrem persönlichen, kulturellen und religiösen Anderssein zu achten; er muss bereit sein, sich dem Dialog und der Verständigung zu öffnen und durch sein Verhalten Gefühle der Achtung, Solidarität und des Friedens zu vermitteln."

Verbreitung der Frohen Botschaft

Ein abschließendes Wort ergeht an die Christen und die verschiedenen christlichen Gemeinschaften in allen Teilen der Welt, denen eine ganz wesentliche Rolle zufalle: "Sie müssen sich bei der Aufnahme der Touristen verpflichtet fühlen, ihnen die Möglichkeit zu bieten, den Reichtum des Mensch gewordenen Christus nicht nur in Denkmälern und religiösen Kunstwerken, sondern im täglichen Leben einer lebendigen Kirche zu entdecken. Im Übrigen haben ja vom Beginn des Christentums an Reisen die Verbreitung der Frohen Botschaft in jedem Winkel der Welt ermöglicht."