Gastgeber-Grußwort zum 30. europäischen Taizé-Jugendtreffen in Genf

Der Friede mit Gott, Voraussetzung für den Frieden in der Welt

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BERN, 17. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen das Grußwort, das der Evangelische Kirchenbund, die Christkatholische Kirche und die katholische Bischofskonferenz der Schweiz den Jugendlichen zukommen lassen, die sich vom 30. Dezember 2007 bis zum 1. Januar 2008 zum 30. europäischen Taizé-Jugendtreffen in Genf versammeln werden.



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Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer
liebe Freundinnen und Freunde von Taizé

Willkommen in der Schweiz! Die drei Landeskirchen freuen sich sehr, dass der von den Brüdern von Taizé initiierte „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“ zum ersten Mal in unserem Land Station macht. In Eurem Beten und Singen sowie in Eurer Gemeinschaft untereinander und mit den Menschen der Stadt Genf wird sichtbar werden, was Jesus uns zusagt: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben (Matthäus 5, 14).“

In der Schweiz leben Menschen unterschiedlicher christlicher Konfession, Religion, Sprache und Kultur friedlich zusammen. Von der Stadt Genf, der Heimat Henry Dunants (1828-1910), gehen wichtige Impulse für ein friedlicheres, gerechteres und gemeinschaftlicheres Leben der Menschen aus. Doch der Friede in unserem Land, in Europa und der Welt ist untrennbar mit dem Frieden in Gott verbunden. Daran erinnert uns der grosse Schweizer Friedensstifter und Heilige Niklaus von Flüe (1417-1487). Unseren Auftrag als Christinnen und Christen zur Versöhnung können wir nur erfüllen, wenn wir immer neu zu den Wurzeln unseres Glaubens zurückkehren.

Die Weihnachtsbotschaft, auf die wir in diesen Tagen gemeinsam hören wollen, hat der Genfer Reformator Johannes Calvin (1509-1564) in folgende Worte gefasst: „Wo sollten wir das Leben suchen ausser in Gott? Und nun wohnt die ganze Fülle der Gottheit in Jesus Christus. Wenn uns solches bezeugt wird, so ist das, wie wenn Gott beide Arme ausbreitete und uns seine unermessliche Güte fühlen liesse.“

Möge das weihnachtliche Licht Jesu Christi Euch erleuchten und ausstrahlen in unsere Kirchen und an viele Orte Europas und dieser Erde!

Mit herzlichen Segenswünschen,

Pfarrer Thomas Wipf, Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes

Bischof Dr. Kurt Koch, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz

Bischof Fritz-René Müller, Christkatholische Kirche der Schweiz


[Von der Schweizer Bischofskonferenz veröffentlichtes Original]