Gastgeschenke für Papst Benedikt

„Tiroler" Messbuch und volkstümliche „Tamburizza“

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ZAGREB, 4. Juni 2011 (ZENIT.org). - Zum Auftakt seines Kroatienbesuchs wurde Papst Benedikt XVI. in Zagreb mit dem Nachdruck eines 500 Jahre alten Messbuchs als Geschenk begrüßt, wie kathpress berichtet. Es handele sich nach Auskunft der kroatischen Bischofskonferenz dabei um ein Buch, das vor 500 Jahren das Geschenk eines Tirolers an einen Zagreber Bischof gewesen war.

Das Buch sei 1511 in der Liechtenstein'schen Druckerei in Venedig hergestellt worden. Übergeben wurde es dem kroatischen Bischof Lukas Barantin durch den als Großkaufmann in Zagreb tätigen Tiroler Johannes Muer, der zugleich auch Auftraggeber des Drucks war.

Wie die Bischofskonferenz betont habe, sei Muer ein Tiroler aus Kufstein gewesen, einer Stadt, „die am Inn liegt, ebenso wie der bayerische Geburtsort Joseph Ratzingers".

Als weiteres Geschenk überreichten Jugendliche Benedikt XVI. nach seiner Ankunft eine „Tamburizza“.

Bei einer Tamburizza, auch Tambur, Tanbur, handelt es sich um ein Zupfinstrument, eine orientalische Langhalslaute mit kleinem, bauchigem Resonanzkörper, das seit dem 13. Jahrhundert auch in Europa bekannt ist. Heute ist es vor allem von Südosteuropa bis zum mittleren Orient, in Nordafrika und im Kaukasus als Volksmusikinstrument verbreitet.

In Kroatien sind überall Tamburizza-Gruppen verbreitet. Die unverkennbare, charakteristisch slawonische Volksmusik basiert auf einem kleinen Orchester mit verschiedenen Saiteninstrumenten dieser Art, das mit ihrer Musik und volkstümlichem Gesang zu jeder Art von Veranstaltung herangezogen werden kann. Seit dem letzten Jahrhundert spielen viele Tamburizza Gruppen auch in der Kirche.