Gebet der Kirche verleiht Papst Kraft in seiner Gebrechlichkeit

Ausrufung des Rosenkranzjahres hing damit zusammen, so der Papst

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VATIKAN, 23. Oktober 2003 (ZENIT.org).- Das Gebet der Kirche verleiht dem Heiligen Vater in seiner Gebrechlichkeit "Kraft". Mit diesen Worten beschloss er erschöpft, aber zufrieden die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Pontifikatsjubiläum, als er am Mittwoch mit den Kardinälen die erste gemeinsame heilige Messe konzelebrierte und dabei den Neukreierten den Kardinalsring als Zeichen der Verbundenheit mit dem Nachfolger Petri überreichte.



Die erste Schriftlesung der genannten Messfeier wurde der Apostelgeschichte entnommen (12,1-11). Sie erinnerte an den Gefängnisaufenthalt Petri in Jerusalem. Die ganze Kirche "betete [damals] unablässig für ihn zu Gott", und schließlich wurde Petrus auf wunderbare Weise aus dem Kerker befreit.

"Wie wertvoll ist doch das einträchtige Gebet des christlichen Volkes! Ich selbst durfte den Trost erfahren, der davon ausgeht", so lautete es in der von Erzbischof Leonardo Sandri, dem Substituten des vatikanischen Staatssekretariats verlesenen Homilie des Papstes. „Das, meine lieben Brüder, ist unsere Stärke", hieß es darin weiter.

Man konnte dem Papst die Anstrengungen der letzten Woche ansehen, deren Höhepunkt die Seligsprechung von Mutter Teresa von Kalkutta am vergangenen Sonntag war.

"Das ist auch einer der Gründe, warum ich wollte, dass das 25. Jahr meines Pontifikats dem heiligen Rosenkranz geweiht sei, um nämlich den Primat des Gebetes hervorzuheben und zwar besonders jenes betrachtenden Gebetes, welches in lebendiger geistiger Verbundenheit mit Maria, der Mutter der Kirche verrichtet wird".

"Marias Präsenz, die wir zugleich wünschen, erbitten und annehmen, hilft uns auch, diese Feier als einen Augenblick zu erleben, da sich die Kirche durch die Begegnung mit Christus und in der Kraft des Heiligen Geistes erneuert", so der Papst.

Die päpstliche Predigt endete mit folgendem Gebet: "Ja, o Herr, wir vertrauen auf Dich und mit Dir setzen wir unseren Weg fort und wollen der Kirche und der Menschheit dienen!".