Gebetsaufruf für Papst Benedikt XVI.

Initiative von „Kirche in Not" angesichts der Kritik an seiner Person

| 1097 klicks

KÖNIGSTEIN, 20. Februar 2009 (ZENIT.org).- Wir veröffentlichen einen Gebetsaufruf von Pater Joaquin Alliende, dem Internationalen Präsidenten des weltweiten pastoralen Hilfswerks Kirche in Not, zum kommenden Sonntag. Angesichts der Ereignisse der vergangenen Tage lädt der Priester alle Menschen dazu ein, am Fest „Kathedra Petri"ganz besonders für den jetzigen Papst zu beten und ihm so aktiv in seinem Dienst zu unterstützen.

***


Am kommenden Sonntag feiert die katholische Kirche das Fest „Kathedra Petri". An ihm gedenkt sie der besonderen Aufgabe, die Christus seinem Stellvertreter und ersten Bischof von Rom aufgetragen hat. „Kirche in Not" ruft alle Gläubigen dazu auf, aus diesem Sonntag einen Tag des inständigen Gebetes für den Heiligen Vater zu machen.

Papst Benedikt wurde zu Unrecht angegriffen. Es wurden aggressiv Ressentiments geschürt, die man längst überwunden glaubte. Kein Zweifel, es traten ernst zu nehmende Mängel auf bei einigen Instanzen des Vatikans, die der Leiter des Pressesaals, Pater Lombardi SJ auch einräumte. Diese Mängel und Fehler wurden genutzt, um eine Lawine der Aggressionen loszutreten. In grober Weise wurden die Würde des Papsttums und selbst die Person von Benedikt XVI. verletzt. Viele betrieben schlicht Manipulation. Andere nutzten die Gelegenheit, um mit Häme die Wertfundamente unserer humanistischen Tradition beiseite zu schieben. Dieser unwürdige Umgang mit der Wahrheit fügte dem Dialog zwischen der Zivilgesellschaft und den großen Religionen erheblichen Schaden zu. Er ist ein Zeichen kultureller Dekadenz. So werden alte Vorurteile und primitive Instinkte wach gerufen. Es war der Versuch, eine unübersehbar moralische Größe zu verdunkeln, eines der großen Leuchtfeuer der Hoffnung für junge Generationen zu ersticken.

Inmitten dieses Marktgeschreis stand die historische Gestalt von Benedikt XVI. wie eine tragende Säule der Gegenwart, wie jemand, der das Maß der Vernunft, scharfsichtige Weisheit und herzensoffene Güte verkörpert. So haben ihn viele Jugendliche als Guten Hirten entdeckt und in bleibender Erinnerung.

Für den kommenden Sonntag laden wir alle, die an den Gott der Wahrheit und der Liebe glauben, zu einem Tag stillen Gebetes ein. Der Heilige Geist erleuchte und stärke Papst Benedikt XVI. als prophetischen Zeugen der Frohen Botschaft und als Begleiter, der den Weg weist zu einem Frieden, den die Menschheit so dringend braucht und ersehnt.

Pater Joaquin Alliende,
Internationaler Präsident von „Kirche in Not"