Gebetsvigil in Loreto: Benedikt XVI. spornt Jugendliche an, kühne Träume zu haben

„Jeder kann große Dinge vollbringen, wenn er mit Christus eins ist“

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LORETO, 3. September 2007 (ZENIT.org).- „Für den, der auf Gott vertraut, ist nichts unmöglich“, bekräftigte Benedikt XVI. am Samstag während der Gebetsvigil mit rund 400.000 Jugendlichen im italienischen Marienwallfahrtsort Loreto.



Der Heilige Vater nannte die jungen Menschen, die sich auf dem Gelände von Montorso versammelt hatten, „Hoffnung der Kirche“ und versicherte ihnen, dass er ihre Freuden und Sorgen teile. Insbesondere teile er ihre tiefsten Sehnsüchte, und in diesem Sinn bete er für jeden einzelnen „um das Geschenk eines erfüllten und glücklichen Lebens“. Benedikt XVI. forderte alle dazu auf, mutig und kühn zu sein. „Christus kann die tiefsten Wünsche eures Herzens erfüllen!“

Man dürfe sich die „großen und guten Pläne“, von denen man träume, nicht nehmen lassen, fuhr der Heilige Vater fort. „Für den, der auf Gott vertraut und sich ihm anvertraut, ist nichts unmöglich. Schaut auf das junge Mädchen Maria!“

Wenn man von der Mutter Jesu lerne, den Willen des Herrn mit einem großherzigen Ja zu erfüllen, entdecke man schließlich die Schönheit „der wahren und tiefen Liebe“.

Angesichts zahlreicher Scheidungen, familiärer Schwierigkeiten und anderer Manifestationen menschlichen Scheiterns dürfe man die Hoffnung und den Mut, sich für die Ehe oder die Ganzhingabe an Gott zu entscheiden und treu zu sein, nicht fahren lassen. Der Heilige Geist stehe jedem bei. „Für den, der Gott vertraut, ist nichts unmöglich!“

Am Ende der gemeinsamen Gebetsnacht lud Benedikt XVI. die Jugendlichen zum internationalen Weltjugendtag 2008 nach Sydney ein. Er räumte ein, dass er um die enorme Distanz wisse, die Italien und Australien voneinander trennt, und forderte deshalb alle dazu auf, den Herrn um das „Wunder“ zu bitten, vielen die Möglichkeit einer Teilnahme zu gewähren. Auch dabei handle es sich um einen der vielen kühnen Träume, die man der Mutter Gottes ans Her legen dürfe, kommentierte Papst Benedikt, der sich im Anschluss (gegen 21.15 Uhr) im Heiligtum von Loreto zu einem privaten Gebet zurückzog. Die Jugendlichen konnten sich mit ihm dank der Fernsehübertragung verbinden.