Gedenktag der Opfer des Holocaust

Papst Franziskus spricht von Schande für die Menschen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 207 klicks

Bei einem Konzert im „Parco della Musica“ in Rom zum Holocaust-Gedenktag wurde gestern Abend ein Brief von Papst Franziskus verlesen, der an seinen engen Freund, den Rabbiner von Buenos Aires, Abraham Skorka, gerichtet war.

Mit der Geste des persönlichen Briefes zeigt Papst Franziskus am Tag des Gedenkens der Opfer seine Nähe zum jüdischen Volk. Er drückte den Wunsch aus, dass sich die Zuhörer des Konzertes „die Tränen der Geschichte zu Eigen“ machten, damit sich „der Horror, diese Schande für die Menschheit“, niemals wiederhole.

Das Konzert trug den Titel „Die Violinen der Hoffnung“. Zum ersten Mal waren zwölf Violinen und ein Violoncello zu hören, die während des Holocaust beinahe vernichtet worden wären und von einem israelischen Instrumentenbauer restauriert wurden. Die Musiker stellten die drei monotheistischen Religionen dar: Die Musik sollte ihre Harmonie ausdrücken und Einheit stiften, während Stücke von Antonio Vivaldi und Ludwig van Beethoven gespielt wurden.

Papst Franziskus schrieb: „Das Herz der Anwesenden wird aber hören, dass hinter der Musik der stumme Klang der Tränen liegt, Tränen, die in der Seele und dem Leib der Völker Spuren hinterlassen haben.“