Gedicht zum Sonntag - "Möge heute überall Frieden sein" - Für Frieden unter den Menschen

Gebet der heiligen Teresa von Avila (1515 - 1582)

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 419 klicks


Möge heute überall Frieden sein. Mögest du Gott vertrauen, daß du genau dort bist, wo du vorgesehen bist zu sein. Mögest du dir der unendlichen Möglichkeiten gewahr sein, die durch den Glauben geboren werden. Mögest du jener Geschenke bedenken, die du erhalten hast und die Liebe weiterleiten, die dir gegeben wurde. Mögest du in Zufriedenheit wissen, daß du ein Kind Gottes bist. Laß diese Gewißheit mit tiefen Atemzügen bis in deine Knochen dringen und dort ihren Platz finden und erlaube deiner Seele die Freiheit zu singen, zu tanzen, zu loben und preisen und zu lieben. All dies ist da für jeden und jede von uns.

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Die Karmelitin und Mystikerin Teresa von Ávila (1515-1582) wurde am 28. März 1515 in Ávila geboren und auf den Namen Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada getauft. Teresa von Ávila, deren Mutter 1528 verstorben war, wurde 1531 zur Erziehung in das Kloster der Augustinerinnen „Santa María de la Gracia“ in Ávila gegeben. Dort blieb sie aus gesundheitlichen Gründen nur eineinhalb Jahre, dann lebte sie bei ihrer Schwester. Während der Genesung widmete sie sich der Lektüre, u.a. der Briefe des Kirchenvaters Hieronymus. 1522 trat Teresa gegen den Willen ihres Vaters in das Kloster „Santa María de la Encarnación“ in Ávila ein. 1536 wurde sie eingekleidet, das Gelübde legte sie 1537 ab. Im folgenden Jahre erkrankte die Heilige erneut schwer. 1539 verschlechterte sich ihr Zustand so drastisch, dass man sie für Tod hielt. Ab 1542 war sie auf dem Weg der körperlichen Besserung, litt aber unter starken Glaubenszweifeln. Eine entscheidende Wende brachte das Jahr 1554, als die Heilige eine Vision erlebte, die zu ihrer sog. zweiten Bekehrung führte. Einige Jahre später, 1560, beschloss sie gemeinsam mit einigen Gefährtinnen und der Hilfe des Bischofs von Ávila, ein Kloster nach dem Vorbild der „Descalzos“ (Unbeschuhten) zu gründen. Schon 1562 wurde der „Convento de San José“ eröffnet; die Schwestern nannten sich „Unbeschuhte Karmelitinnen“. Teresa von Àvila, die zur Unterscheidung von der heiligen Theresia vom Kinde Jesus (von Lisieux) auch die „große Teresa“ genannt wird, starb am 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes bei Salamanca im Karmelitinnenkloster.