"Gemeinsam für eine starke Zukunft"

Karwochenopfer 2014 - Aufruf der Schweizer Bischöfe und Territorialäbte zum Engagement für die Christinnen und Christen im Heiligen Land

Freiburg i. Ü., (SBK) | 193 klicks

Liebe Brüder und Schwestern in Christus

Mit schwerem Herzen schauen wir in den Nahen Osten. Wir sind tief besorgt über die anhaltenden Konflikte in dieser Region. Wie viel Schmerz, wie viel Leid, wie viele Verletzungen kann ein Mensch ertragen? Wie lange kann ein Mensch Entbehrungen und Unrecht aushalten, ohne Heimat sein? Glücklicherweise gibt es aber überall auch Lichtblicke, denn «in der Krise ist die Hilfe die Brücke für das Zusammenleben in der Zukunft».

«Mensch sein heisst, jedem anderen zu helfen und die Schöpfung zu schützen». So engagieren sich unzählige Frauen und Männer im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen und erbringen einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. Doch vor allem die junge Generation braucht mehr Unterstützung, eine bessere Schul- und Berufsausbildung und    Arbeitsstellen. Sie brauchen Perspektiven, um an eine Zukunft glauben zu können.

Das Karwochenopfer, zu dem der Schweizerische Heiligland-Verein und die Franziskaner-Kustodie seit vielen Jahren einladen, gibt uns die Gelegenheit, unsern Brüdern und Schwestern in den Ursprungsländern des Christentums ein Freund und Partner zu sein. So rufen wir in dieser Karwoche die Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz zur Solidarität mit dem Heiligen Land auf, denn «die christliche Präsenz im Nahen Osten ist wichtig.»

Wir fühlen uns den arabischen Christinnen und Christen verbunden und unterstützen deshalb mit Spenden und Gebeten einheimische Kirchen und ihre Institutionen in ihren pastoralen, sozialen und katechetischen Tätigkeiten. Wir danken in ihrem Namen  allen Spenderinnen und Spendern von ganzem Herzen für die Unterstützung des Karwochenopfers. Möge Gottes Versöhnungssegen auf diese geprüfte Region herabkommen.

Lernen Sie unsere orientalischen Geschwister und ihre Lebenssituation näher kennen. Pilger- und Begegnungsreisen sind nicht nur ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit, auch die Begegnungen mit den Menschen vor Ort sind wertvoll und bereichernd. Wir ermutigen Sie, mit Ihren Pfarreiangehörigen und Gruppen Reisen an die heiligen Stätten und auf den Spuren der Bibel zu unternehmen und die reichen Schätze der Ostkirchen kennenzulernen.

Freiburg, im April 2014                                               

Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte

(Quelle: Webseite der Schweizer Bischofskonferenz)