Gemeinsame Veranstaltung christlicher Parteien in Berlin

Hauptredner: Ministerpräsident a.D. Professor Werner Münch

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BERLIN, 30. April 2012 (ZENIT.org). – Vor dem jährlichen „Marsch für das Leben“ am Samstag, dem 22. September, laden die christlichen Parteien AUF und PBC zu einer gemeinsamen öffentlichen Veranstaltung zum Thema „Das ‚C‘ in Politik und Gesellschaft“ nach Berlin ein. Hauptredner ist der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Professor Werner Münch. Die Veranstaltung im Tagungszentrum Hotel Aquino bei der Katholischen Akademie in Berlin-Mitte dauert von 10-12 Uhr. Damit soll die anschließende Teilnahme am „Marsch für das Leben“ ermöglicht werden, der um 13 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt beginnt. 

Den Auftakt bildet ein ökumenisches Morgenlob unter Leitung des evangelischen Pfarrers Philip Kiril Prinz von Preußen und des katholischen Priesters Dr. Thomas Jatzkowski vom Institut Sankt Philipp Neri in Berlin. Moderator ist der Journalist und Unternehmer Michael Ragg.

Werner Münch setzte Anfang der Neunzigerjahre als Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt den Gottesbezug in der Landesverfassung durch. Dem gebürtigen Westfalen ist auch mit zu verdanken, dass der Dreikönigstag neben Baden-Württemberg und Bayern auch in Sachsen-Anhalt gesetzlicher Feiertag ist und in diesem Land christliche Schulen errichtet wurden. Aufsehen erregte Münchs Austritt aus der CDU im Jahr 2009, den der gläubige Katholik mit der Profillosigkeit seiner Partei in der Bundespolitik begründete, vor allem beim Schutz des Lebens und in der Familienpolitik.

Die „Partei Bibeltreuer Christen PBC“ und die „AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie“ verstehen sich als Parteien, in denen sich Christen aller Konfessionen jenseits des Links-Rechts-Schemas für eine Politik nach christlichen Wertmaßstäben einsetzen. Beide Parteien arbeiten auf einen Zusammenschluss hin. Die Veranstaltung in Berlin verstehen sie auch als Signal zur Bündelung christlicher Kräfte in der deutschen Politik.

Das Hotel Aquino, Hannoversche Straße 5b, erreicht man mit der S-Bahn bis Bahnhof Friedrichstraße sowie mit der U6 oder den Straßenbahnen M1, M6 und M12 bis Haltestelle Oranienburger Tor. Der Eintritt ist frei.