Generalminister der Kapuziner besucht Ordensniederlassungen in der Türkei

Br. Mauro Jöhri begegnete dem Papst in Ephesus

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ISTANBUL, 30. November 2006 (ZENIT.org).- Am Dienstag, als Papst Benedikt XVI. seine fünfte Apostolische Auslandsreise antrat, ist auch Br. Mauro Jöhri, Generalminister der Kapuziner, zusammen mit Br. Peter Rodgers, Generaldefinitor, aufgebrochen, um die rund 25 Angehörigen des Kapuzinerordens in der Türkei zu besuchen.



Am Mittwoch nahmen die beiden an der Heiligen Messe teil, die Benedikt XVI. im Marienwallfahrtsort Meryem Ana bei Ephesus hielt. Sie besuchen die Kapuzinerfraternitäten in Bayrakli, Smyrna, Adana, Tarsus, Mersin, Iskenderun, Antakya und Istanbul, um sich schließlich am 4. Dezember mit den Odensbrüdern der ganzen Kustodie treffen.

Im Jahr 1587 bat Papst Sixtus V. die Kapuziner, in die Türkei zu gehen. Seither wirken vor allem Kapuziner aus Italien und Frankreich, aber auch aus anderen Nationen, in verschiedenen Gegenden der Türkei: in Ephesus, Antakya, Adana, Mersin, Tarsus, Istanbul, Iskenderun, Trebisonda und anderswo.

„Die Aufgabe dort war nicht immer leicht, wurde aber immer als ein Dienst der Liebe und des Opfers zum Wohl der Menschheit ausgeübt“, heißt es in diesbezüglichen einer Erklärung des Kapuzinerordens.

Der Besuch des Generalministers „ist ein Zeichen der Solidarität unseren Mitbrüdern gegenüber (etwa 25), aber auch gegenüber allen franziskanischen Schwestern und Brüdern in der Türkei. Sie üben sich Tag für Tag als Werkzeuge des Dialogs und des Friedens.“

Br. Mauro bittet die Brüder und Schwestern der weltweiten Kapuzinerfamilie, für den Heiligen Vater und das Gelingen seiner Reise in die Türkei zu beten.

Die Muslime in der Türkei (99 Prozent der Gesamtbevölkerung) sind zu 75 Prozent Sunniten, zu 25 Prozent alevitische Schiiten. Die Christen zählen rund 100.000 Gläubige: 65.000 armenisch-orthodoxe Christen, 32.000 Katholiken und 3.000 Protestanten. Außerdem leben in der Türkei rund 23.000 Juden.