Generalvikar der Diözese Rom im Amt bestätigt

Papst Franziskus übernimmt Generalvikar seines Vorgängers

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 530 klicks

Papst Franziskus hat Agostino Kardinal Vallini in seinem Amt als Generalvikar für die Diözese von Rom bestätigt. Dies gab der Heilige Stuhl bekannt. Vallini war von Benedikt XVI. am 27. Juni 2008 zum Generalvikar ernannt worden. Er ist ebenfalls Erzpriester der Lateranbasilika und Großkanzler der Päpstlichen Lateran-Universität.

Agostino Vallini wurde am 17. April 1940 in Poli geboren, einer kleinen Stadt in der Diözese Tivoli. Als Kind — sein Vater, ein Polizeibeamter, war während des Krieges nach Deutschland deportiert worden — kehrte er mit seiner Mutter und seiner älteren Schwester in sein Heimatland zurück, und zwar nach Corchiano (Viterbo). Dort besuchte er die Grundschule und wurde durch seinen Pfarrer, Don Domenico Anselmi, auf dem Weg der christlichen Initiation geleitet.

Nachdem die Familie im Jahr 1949 wieder vereint war, trat Vallini im Jahr 1951 ins Seminar von Neapel ein, wo er zwölf Jahre blieb. Am 19. Juli 1964 wurde er zum Priester geweiht. Er hatte seine Seminar-Ausbildung und seine theologischen Studien an der theologischen Fakultät von Neapel vollendet. 1964 wurde er nach Rom geschickt, um sich in Kanonischem Recht zu spezialisieren. Dies geschah im Hinblick auf eine künftige Lehrtätigkeit an der theologischen Fakultät von Neapel. Er selber berichtet, es seien sehr intensiv gelebte Jahre mitten im 2. Vatikanischen Konzil gewesen.

Vallini schloss das Studium an der Lateran-Universität mit der Dissertation ab. Anschließend lehrte er in Neapel Kanonisches Recht.

Nach weiteren zwei Jahren wurde ihm an der Lateranuniversität ein Lehrauftrag für öffentliches Kirchenrecht erteilt, und er nahm verschiedene weitere Lehraufträge in Süditalien wahr. Von 1978 bis 1987 war er Rektor des Großen Seminars von Neapel.

1989 wurde er von dem sel. Johannes Paul II. zum Weihbischof von Neapel ernannt und erhielt die Titelkirche von Tortiboli. Dort wirkte er elf Jahre.

2004 wurde er Präfekt des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur und gleichzeitig zum Erzbischof ernannt.

Benedikt XVI. kreierte ihn im Konsistorium 2006 zum Kardinal.

Kardinal Agostino Vallini ist auch ein Mitglied der Kongregationen für die Selig-und Heiligsprechung, für die Bischöfe, für die Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens, für die Evangelisierung der Völker, des Päpstlichen Rats für die Gesetzestexte und des Päpstlichen Rats für die Verwaltung des Erbes des Apostolischen Stuhls.