Geo berichtet über "Kirche in Not"-Projekt

Schwimmende Kirchen sollen den Glauben zurückbringen

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MÜNCHEN, 1. Januar 2003 (ZENIT.org-Kirche in Not).- Das Reportage-Magazin GEO berichtet in seiner Januarausgabe in einer 15seitigen Reportage über die schwimmenden Kirchen, die in Russland das Gebiet der Flüsse Wolga und Don befahren. "Schwimmende Kirchen sollen den Glauben dorthin zurückbringen, wo die Gotteshäuser seit der Russischen Revolution zerstört sind und die Menschen während des Kommunismus selbst das Beten verlernt haben", beschreibt die in Hamburg lebende freie Journalistin Alia Begisheva (27) den Sinn der vom internationalen katholischen Hilfswerk "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe" finanzierten Schiffe.



Wie "Kirche in Not" in München mitteilte, handelt es sich bei den schwimmenden Kirchen um ein ökumenisches Projekt mit der russisch-orthodoxen Kirche. Das erste Kapellenschiff habe seinen Betrieb im Mai 1998 aufgenommen, zwei Jahre später sei ein zweites Schiff in Dienst gestellt worden. Im Gebiet von Wolgograd, dem früheren Stalingrad, seien Hunderte von Kirchen zerstört und es fehlten die Mittel zum Wiederaufbau. Straßen seien oft nicht befahrbar, heißt es in der Mitteilung. Es gebe aber auf der Wolga, dem Don und ihren Nebenflüssen etwa tausend schiffbare Flusskilometer. Die Siedlungen lägen meist am Wasser und seien per Schiff gut erreichbar. Die Kapellenschiffe sind laut "Kirche in Not" so etwas wie eine Fortentwicklung der 35 Kapellenwagen des Gründers von "Kirche in Not", Pater Werenfried van Straaten, die der "Speckpater" nach dem Krieg in Deutschland eingesetzt hat, um die Heimatvertriebenen seelsorglich zu betreuen.

Neben der "vorrangigen Hilfe für die Katholiken in Russland" habe Kirche in Not/Ostpriesterhilfe auf Wunsch des Papstes solche ökumenischen Projekte für die "unerlässliche Neuevangelisierung Russlands" als "Zeichen selbstloser Liebe und Weg der Versöhnung mit der orthodoxen Schwesterkirche" in sein Programm aufgenommen.