Gerburg von Gandersheim (um 845-896/897)

Äbtissin in Gandersheim

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 276 klicks

Gerburg von Gandersheim stammte aus einem sächsischen Adelsgeschlecht. Ihr Vater war Liudolf (805/806-866), Herzog von Sachsen, Stammvater der Luidolfinger und Gründer des Klosters von Gandersheim.

Der Legende nach war Gerburg Bernhard, einem jungen Grafen, versprochen. Als Gerburg ihrem Verlobte eröffnete, das Verlöbnis brechen und ihr Leben Gott weihen zu wollen, erzürnte der junge Mann. Doch nichts konnte Gerburg umstimmen, und sie trat ins Kloster ein. Bernhard fiel in einer Schlacht.

Gerburg tart 874 die Nachfolge ihrer Schwester Hathumod als Äbtissin des Klosters in Gandersheim an, das ihr Vater 852 gegründet hatte und zu den wichtigsten ottonischen Klostergründungen zählt. Es unterstand der benediktinischen Regel.

Gerburg findet in der „Primordia coenobii Gandeshemensis, die Hrotsvit über die Geschichte des Stifts verfaßte, und in der „Vita obitus Hathumodae“, die Agius über Gerburgs Schwester, Hathumod, schrieb, Erwähnung.

Gerburg von Gandersheim starb 896/897 in Gandersheim.