Geschenk zum Papstbesuch im Libanon: Jugendkatechismus auf Arabisch

50.000 Exemplare werden am 15. September verteilt

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KÖNIGSTEIN, 6. September 2012 (ZENIT.org/KIN). - Den Jugendkatechismus YOUCAT gibt es bald auch auf Arabisch. Bei einem Jugendtreffen mit Papst Benedikt XVI. bei dessen Besuch im Libanon werden am 15. September die ersten 50.000 Exemplare verteilt. Darauf hat jetzt der Koordinator des Jugendtreffens, Pater Toufic Bou Hadir, in einem Schreiben an das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hingewiesen. Das mehr als 300 Seiten starke Buch, das 527 Fragen zum Glauben beantwortet, sei ein persönliches Geschenk des Papstes an die Jugendlichen.

Wörtlich schreibt Pater Hadir: „Wir rechnen an diesem Tag mit rund 50.000 Teilnehmern aus dem Libanon und anderen Ländern des Mittleren Ostens.“ In der arabischen Welt habe der Jugendkatechismus viele Jugendliche begeistert, so Pater Hadir weiter. Deshalb habe die Jugendabteilung des Maronitischen Patriarchats im Libanon Jugendliche, Übersetzer und Experten zusammengebracht, um den Katechismus ins Arabische zu übertragen.

Pater Andrzej Halemba, Referent von „Kirche in Not“ für den Nahen Osten und die Arabische Welt, begrüßt die Initiative: „Es ist der erste Katechismus für Jugendliche auf Arabisch. So was gab es noch nie. Er richtet sich an die Jugend im Libanon wie im gesamten Nahen Osten. Wir hoffen, dass der Katechismus dazu beiträgt, die Jugendlichen im Glauben zu stärken.“ Die Bücher werden im Libanon gedruckt. Die Druckkosten trägt „Kirche in Not“. Bereits für den Weltjugendtag in Madrid 2011 hatte das Hilfswerk den Druck von 700.000 Exemplaren in sieben europäischen Sprachen finanziert.

Im Vorwort zum YOUCAT spricht Papst Benedikt die Jugendlichen direkt an: „Dieser Katechismus redet Euch nicht nach dem Mund. Er macht es Euch nicht leicht. Er fordert nämlich ein neues Leben von Euch.“ Glaubenswissen wie auch die Glaubensvermittlung, so der Papst weiter, liegen in der Verantwortung jedes Einzelnen. Benedikt XVI. ermuntert die Jugendlichen, sich den wichtigen Lebensfragen stets neu zu stellen: „Bleibt auf jede Weise über Euren Glauben im Gespräch! Ihr müsst wissen, was Ihr glaubt. Ihr müsst Euren Glauben so präzise kennen wie ein IT-Spezialist das Betriebssystem eines Computers. Ihr müsst ihn verstehen wie ein guter Musiker sein Stück. Ja, Ihr müsst im Glauben noch viel tiefer verwurzelt sein als die Generation Eurer Eltern, um den Herausforderungen und Versuchungen dieser Zeit mit Kraft und Entschiedenheit entgegentreten zu können.“