Geschenke für Pilger beim Weltjugendtag aus Ländern der Verfolgung

Von Papst Johannes Paul II. gesegnete Rosenkränze

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Von John Newton aus Madrid

MADRID, 19. August 2011 (ZENIT.org/Kirche in Not). - Rosenkränze und Medaillen, die von Papst Johannes Paul II. gesegnet worden waren, wurden auf dem Weltjugendtag an junge Katholiken aus verfolgten Ländern verteilt.

Das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“, das als Teil des kulturellen Programms des Weltjugendtags in Madrid eine Ausstellung über die Christenverfolgung veranstaltet, gab die gesegneten Gegenstände an Besucher der Ausstellung aus denjenigen Ländern aus, in denen Christen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit Gewalt erleiden.

Die an die Pilger ausgehändigten Rosenkränze, wunderbare Medaillen und Medaillons des heiligen Herzen Jesu und des unbefleckten Herzens Mariens waren von Papst Johannes Paul II. am 20. August 1986 während einer Audienz gesegnet worden.

Zu den ersten Jugendlichen, die Rosenkränze und Medaillen erhielten, gehörten Pilger aus Ägypten.

Edward Clancy, Leiter der Evangelisierung und Öffentlichkeitsarbeit von „Kirche in Not“ der Vereinigten Staaten, überreichte den ersten Beutel gesegneter Gegenstände an einen jungen Mann aus Ägypten.

„Am Anfang hat er sehr überrascht, das Geschenk zu erhalten, und er schien tief beeindruckt von der Geste zu sein“, berichtete Edward Clancy.

„Er verstand, dass der Rosenkranz und andere Devotionalien die kulturellen Grenzen überschreiten und dass wir damit sagen wollen, dass wir, obwohl wir in verschiedenen Teilen der Welt leben, doch für dich beten und an dich denken.“

Ein Priester aus Alexandria in Ägypten, der aus Angst vor möglichen Übergriffen anonym bleiben wollte, sprach über die schreckliche Situation im Land, was die Christen anbelangt.

Über die Erfahrung seiner Gruppe auf dem Weltjugendtag sagte er: „Für die Jugendlichen ist es hier wie im Paradies, da wir in Ägypten jeden Tag mit Schwierigkeiten leben.“

Bezug nehmend auf die Probleme, die junge Christen erfahren, vor allem Frauen, die zum Ziel von Entführern werden können, erklärte der Priester: „Die jungen Menschen sind verängstigt und nervös angesichts der religiösen Situation [in Ägypten].

Sie wissen nie, was passieren wird - vor allem die Mädchen, ob sie entführt werden – deshalb fühlen sie sich hier glücklich, deshalb ist es wie im Paradies.“

Der Priester, der seine Gruppe zur Ausstellung von „Kirche in Not“ brachte, fügte hinzu, dass sie, die aus einem Land kämen, in dem sie eine kleine Minderheit seien, in ihrem Glauben durch die Erfahrung gestärkt würden, dass sie Teil der universalen Kirche seien; auch wenn die jungen Leute körperlich sehr müde seien, da sie auf dem Weltjugendtag nicht viel geschlafen hätten.

„Aber geistig sind sie sehr glücklich. Sie sehen so viele Christen aus der ganzen Welt, deshalb fühlen sie sich sehr glücklich.“

Mehr als 800 junge Pilger aus Ägypten waren zum Weltjugendtag nach Madrid angereist.

ZENIT-Übersetzung des englischen Originals