Gespräche der Glaubenskongregation mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Endphase

Generaloberer trifft Präfekten der Glaubenskongregation

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ROM, 14. Juni 2012 (ZENIT.org). – Die Einigungsgespräche zwischen Rom und der Priesterbruderschaft St. Pius X. sind mit dem gestrigen Treffen zwischen  Kardinal William Levada, Präfekt der Glaubenskongregation und Präsident der päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, sowie dessen Sekretär, Erzbischof Luis Ladaria, mit dem Generaloberen der Piusbruderschaft, Msgr. Bernard Fellay und dessen Sekretär in die Endphase eingetreten. Anwesend bei dem Gespräch war auch Giudo Pozzo, der Sekretär der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“.

Bei dem Treffen wurde laut der heutigen Pressemitteilung die Bewertung des Heiligen Stuhls bezüglich des Schreibens der Priesterbruderschaft vom April überreicht, das eine Antwort auf die anzuerkennende „Doktrinale Präambel“ enthielt, die von der Glaubenskongregation am 14. September 2011 übergeben worden war. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt.

In der anschließenden Diskussion wurden die verschiedenen Erklärungen und Präzisierungen ausgetauscht. Msgr. Fellay habe die aktuelle Situation der Piusbruderschaft erläutert und seine Antwort zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Aussicht gestellt, heißt es in der Verlautbarung.

Im Verlauf des Treffens wurde auch der Entwurf des Dokumentes übergeben, das den Vorschlag zur Errichtung einer Personalprälatur als die angemessenste Form einer eventuellen kanonischen Anerkennung der Piusbruderschaft enthält.

Die Situation der weiteren drei Bischöfe der Piusbruderschaft werde gesondert behandelt werden, wie auch schon in der Pressemitteilung vom 16. Mai dieses Jahres angekündigt.

Am Ende des Treffens sei der Wunsch geäußert worden, auch mithilfe dieser weiteren Überlegungen zu einer  vollen Aussöhnung zwischen der Piusbruderschaft und dem Apostolischen Stuhl zu gelangen, schließt die Verlautbarung. [jb]

[Wir dokumentieren den Wortlaut der Pressemitteilung in eigener Übersetzung:]

Am Mittwochnachmittag, dem 13 Juni 2012 hat ein Treffen zwischen Seine Eminenz Kardinal William Levada, Präfekt der Glaubenskongregation und Präsident der päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, und Seiner Exzellenz Msgr. Bernard Fellay, dem Generaloberen der Priesterbruderschaft Pius X. sowie dessen Sekretär stattgefunden. Anwesend waren auch Seine Exzellenz Msgr. Luis Ladaria, Sekretär der Kongregation und Msgr. Guido Pozzo, Sekretär der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“.

Ziel des Treffens war die Vorstellung der Bewertung des Heiligen Stuhls bezüglich des Schreibens der Priesterbruderschaft St. Pius X. vom April, das eine Antwort auf die „Doktrinale Präambel“ enthielt, die von der Glaubenskongregation am 14. September 2011 unterbreitet und übergeben worden war.

In der anschließenden Diskussion gab es auch die Möglichkeit, die verschiedenen Erklärungen und Präzisierungen auszutauschen. Msgr. Fellay hat seinerseits die aktuelle Situation der Priesterbruderschaft St. Pius X. erläutert und versprochen, seine Antwort in einem angemessenen Zeitraum mitzuteilen.

Im Verlauf des Treffens wurde auch der Entwurf des Dokumentes übergeben, das den Vorschlag zur Errichtung einer Personalprälatur als die angemessenste Form einer eventuellen kanonischen Anerkennung der Piusbruderschaft enthält.

Wie auch schon in der Pressemitteilung vom 16. Mai dieses Jahres angekündigt, wird die Situation der weiteren drei Bischöfe der Piusbruderschaft gesondert behandelt werden.

Am Ende des Treffens wurde der Wunsch geäußert, auch mithilfe dieser weiteren Überlegungen zu einer  vollen Aussöhnung zwischen der Priesterbruderschaft St. Pius X. und dem Apostolischen Stuhl gelangen zu können.

[© 2012 Libreria Editrice Vaticana – Übersetzung des italienischen Originals von Jan Bentz]