Gewaltsam getötet: Kirche beklagt Verlust von über zwanzig Mitarbeitern

Ermordet wurden ein Bischof, 15 Priester, zwei Ordensleute, zwei Seminaristen und drei Laien

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ROM, 6. Januar 2011 (ZENIT.org).- Sie sind im Jahr 2010 zu Blutzeugen für das lebendige Evangelium geworden. Inmitten ihres Einsatz für Christus und seine Kirche wurden insgesamt 23 Menschen gewaltsam getötet. Ermordet wurden ein Bischof, 15 Priester, zwei Ordensleute, zwei Seminaristen und drei Laien.

Nach Kontinenten aufgeteilt steht Amerika mit insgesamt 15 Blutzeugen an erster Stelle (10 Priester, 1 Ordensmann, 1 Seminarist, 2 Laien), gefolgt von ASIEN, wo 1 Bischof, 4 Priester und 1 Ordensschwester ermordet wurden, und von AFRIKA, wo 1 Priester und 1 Seminarist gewaltsam uns Leben kamen (Vgl. Dokument des Fidesdienstes).

In Amerika wurden 15 Pastoralarbeiter ermordet: 10 Priester, 1 Ordensmann, 1 Seminarist, 3 Laien. Sie kamen in Brasilien (5), Kolumbien (3), Mexiko (2), Peru (2), Venezuela, Haiti und Ecuador (jeweils 1) ums Leben.

In Brasilien, wo auch dieses Jahr die meisten kirchlichen Mitarbeiter ermordet wurden, kamen Pfarrer Dejair Gonçalves de Almeida und der Laie Epaminondas Marques da Silva ums Leben, die im Pfarrhaus von Banditen auf der Suche nach Geld ermordet wurden (Rio de Janeiro: Wieder gewaltsamer Tod eines Priesters) ; Pfarrer Rubens Almeida Gonçalves wurde in seiner Pfarrei wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem Streit ermordet, weil er seinem Mörder den Pfarrsaal nicht vermieten wollte; der Seminarist Mario Dayvit Pinheiro Reis, wurde von Dieben ermordet, die sich seines Autos bemächtigen wollten; Pfarrer Bernardo Muniz Rabelo Amaral, wurde von einem Mann ermordet, dem er eine Mitfahrgelegenheit angeboten hatte.

In Kolumbien wurde Pfarrer Román de Jesús Zapata nachts in seinem Pfarrhaus ermordet; Pfarrer Herminio Calero Alumia starb nach einem Wortwechsel bei einer Straßenblockade der Polizei; Luis Enrique Pineda, ein Helfer der Salesianer von Pfarrer Bosco wurde zunächst ausgeraubt und dann mit einem Messer ermordet.

In Mexiko starb Pfarrer José Luis Parra Puerto, der im Zusammenhang mit dem Diebstahl seines Kleinbusses ermordet; Pfarrer Carlos Salvador Wotto, wurde in seiner Pfarrei gefesselt und mit durch Zigaretten provozierten Verbrennungen und zahlreichen Schnittwunden an verschiedenen Teilen des Körpers aufgefunden (Mexiko: Er wollte Priester werden aber er wurde in Ciudad Juárez getötet) .

In Peru wurden Bruder Linán Ruiz Morales OFM und sein Mitarbeiter Ananias Aquila Opfer von Einbrechern, die in ihr Kloster eingedrungen waren: Die Leiche des ersteren wurde in seinem Schlafzimmer aufgefunden, und sein Mitarbeiter wurde in der Küche des Klosters neben der Kirche gefunden, wo sich auch eine Essensausgabe für Arme befindet.

In Venezuela starb Pfarrer Esteban Robert Wood: Man vermutet, dass er von Unbekannten bei einem Überfall ermordet wurde (Venezuela: Priester, der für den Frieden kämpfte, wurde ermordet).

In Ecuador wurde die Leiche des polnischen Missionars P. Miroslaw Karczewski im Pfarrhaus der Pfarrei aufgefunden, in der er tätig war. Seine Mörder töteten ihn mit einem großen Kreuz und nahmen sein Mobiltelefon und seinen Computer mit.

Auf Haiti wurde der Caritas-Mitarbeiter Julien Kénord, bei einem versuchten Diebstahl ermordet. Er hatte kurz zuvor einen Scheck bei einer einheimischen Bank eingelöst, als er von Unbekannten erschossen wurde.

Im Jahr 2010 wurden in Asien 6 Pastoralarbeiter ermordet: 1 Bischof, 4 Priester, 1 Ordenschwester. Davon starben 2 im Irak, 2 in China und jeweils 1 in Indien und in der Türkei.

In der Türkei wurde der Apostolischen Vikar von Anatolien und Vorsitzende der Türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese von seinem Fahrer auf dem Grundstück seiner Wohnung ermordet (Türkei: Mord an Luigi Padovese: Unermüdlicher Kämpfer für Versöhnung und Apostolischer Vikar von Anatolien) .

Im Irak kamen Wasim Sabieh und Pfarrer Thaier Saad Abdal bei einem Attentat auf die syrisch-katholische Kathedrale in Bagdad ums Leben, bei dem Dutzende Gläubige getötet und verletzt wurden, die sich zum Sonntagsgottesdienst versammelt hatten (Bagdad: Christen vor ungewisser Zukunft).

In China wurden Pfarrer Joseph Zhang Shulai, Generalvikar der Diözese Ningxia und Schwester Maria Wei Yanhui aus derselben Diözese im Altersheim in Wuhai im Verwaltungsbezirk Wuda in der Inneren Mongolei von einem Laien ermordet, der sich damit für seine Entlassung rächen wollte.

In Indien wurde Pfarrer Peter Bombacha von Unbekannten in einem von ihm gegründeten Ashram in Baboola etwa einen Kilometer von der bischöflichen Residenz in Vasai in einer antiken Siedlung in der Nähe von Mumbai (Indien) ermordet. Seine Leiche lag in einer Blutlache (74jährige Priester Peter Bombacha in Indien von Unbekannten ermordet).

Ein Priester und ein Seminarist, wurden in Afrika, beide in der Demokratischen Republik Kongo, ermordet. Pfarrer Christian Bakulene befand sich in seiner Pfarrei im Nordkivu in Begleitung eines Freundes auf dem Nachhauseweg, als zwei in Militäruniform gekleidete bewaffnete Männer ihn aufhielten und ermordeten, nachdem sie seinen Begleiter ausgeraubt hatten (DR Kongo: Junger Jesuit am Stadtrand von Kinshasa erschossen).

Der aus Togo stammende Seminarist des Jesuitenordens, Nicolas Eklou Komla, wurde am Stadtrand der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa ermordet, während er sich in Begleitung von Freunden auf dem Weg zum Scholastikat befand. Ein bewaffneter und maskierter Mann hielt sie auf, wahrscheinlich in der Absicht, sie auszurauben, und bei einem sich daraus ergebenden Wortwechsel schoss einer der Banditen auf die Gruppe und tötete dabei den Seminaristen.